Westfalenpost: Die Partei oder ich?
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gut gebrauchen: Bei den kommenden drei Landtagswahlen im Osten
zeichnen sich für die AfD Rekordergebnisse ab, und am Abend der
Europawahl werden die Rechtspopulisten wahrscheinlich ebenfalls
Erfolge bejubeln. Es ist noch keine acht Wochen her, da sicherte
Friedrich Merz der Union seine volle Unterstützung zu. Er sprach von
staatspolitischer Verantwortung, von einer Rückbesinnung auf den
konservativen Markenkern, von einer Erneuerung der Partei. Und jetzt
will der Sauerländer der CDU noch nicht einmal beim Wahlkampf helfen.
Merz wirkt beleidigt, weil er nicht das bekommen hat, was er wollte:
alles. Die CDU-Basis, sogar das Merz-Lager, kann sich keinen Reim auf
die Taktik des Wirtschaftsjuristen machen. Auch NRW-Ministerpräsident
Laschet geht schon auf Distanz. Der Hype ist vorbei, das Momentum im
Umfeld des Parteitags verpufft. Und immer mehr Bürger stellen sich
die Frage: Ging es Merz eigentlich jemals um die Partei - oder doch
nur um sich selbst?
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Datum: 21.01.2019 - 21:16 Uhr
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