neues deutschland: Bartsch und Wagenknecht sehen Differenzen mit der LINKE-Führung beigelegt
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Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bundestag, sehen den monatelangen
Streit in der Linkspartei beigelegt. In über 90 Prozent der
Positionen herrsche in der Partei Übereinstimmung, sagte Bartsch in
einem Interview mit nd.DieWoche, der Samstagausgabe der Tageszeitung
"neues deutschland". Beim umstrittenen Thema Migration hätten
Parteivorstand und Bundestagsfraktion im November des letzten Jahres
"Gemeinsamkeiten festgehalten und gesellschaftlichen Entwicklungen
Rechnung getragen". Mit Blick auf die Auseinandersetzungen zwischen
Parteiführung und Vorstand der Fraktion, sagte Wagenknecht der
Zeitung, eine sachliche Debatte schade der Partei nicht. Wenn
allerdings Meinungsverschiedenheiten instrumentalisiert würden, "um
Personen loszuwerden", werde es "unproduktiv und schädlich".
Wagenknecht war noch vor kurzem als Initiatorin der Bewegung
"Aufstehen" intern heftig kritisiert worden. Auch vom Ziel ihrer
Ablösung als Fraktionsvorsitzende war dabei die Rede gewesen.
Wagenknecht kündigte gegenüber "neues deutschland" an, bei zur Wahl
des Fraktionsvorstandes im Herbst erneut antreten zu wollen.
Zu den Aussichten einer Zusammenarbeit mit SPD und Grünen äußerten
sich Bartsch und Wagenknecht zurückhaltend. Es gehe darum, der in der
Gesellschaft existierenden Mehrheit für einen sozialen Ausgleich,
bessere Renten und höheren Mindestlohn auch eine politische Mehrheit
zu verschaffen, so Wagenknecht. An der Linken werde diese nicht
scheitern, versicherten beide. Jedoch sei die SPD in der Großen
Koalition nicht in der Lage, ihre Ziele umzusetzen, während die
Grünen inzwischen eine Partei der Besserverdienenden geworden sei.
Dietmar Bartsch: "Die Frage an uns ist: Warum sind wir nicht der
erste Ansprechpartner für viele Millionen Wählerinnen und Wähler, die
nicht mehr an die SPD glauben?" Wagenknecht lehnt das Werben um
Grüne-Wähler als Strategie der Linkspartei ab. "Natürlich freue ich
mich auch über jeden LINKE-Wähler mit höherem Einkommen." Es müsse
ihre Partei jedoch umtreiben, "dass heute mehr
Gewerkschaftsmitglieder AfD wählen als uns. Und wer glaubt, die
Wahlen in Ostdeutschland mit einem Werben um Grüne-Wähler gewinnen zu
können, ist sicher nicht sehr vertraut mit den Verhältnissen vor
Ort."
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Datum: 25.01.2019 - 13:30 Uhr
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