Fördern statt Verunsichern / Statistik zum deutschen Heizungsmarkt (FOTO)

Fördern statt Verunsichern / Statistik zum deutschen Heizungsmarkt (FOTO)

ID: 1693408

(ots) -
Die Absatzstatistik des Bundesverbands der Deutschen
Heizungsindustrie (BDH) für 2018 zeigt: Die Modernisierung des
Heizungsbestandes bleibt eine Herkulesaufgabe. Mit dem Umbau des
Strommarktes ist sie kaum vergleichbar.

Die vom BDH ermittelten Zahlen zum Wärmemarkt zeigen, dass zwar
der Absatz von Heizgeräten insgesamt leicht gestiegen ist, das
Wachstum allerdings im Wesentlichen auf positive Entwicklungen im
Neubau zurückzuführen ist. "Im Gebäudebestand tut sich noch immer zu
wenig", erklärt Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für
Wärme und Oeltechnik (IWO). "Die Wärmewende funktioniert ganz anders
als etwa der Kohleausstieg. Einerseits haben wir es hier mit
Millionen unterschiedlicher Akteure wie Eigentümern, Mietern und
Handwerkern zu tun. Zudem greifen energetische Modernisierungen ganz
unmittelbar in den Alltag der Menschen ein. Deshalb sind Fragen nach
der Akzeptanz und gerade soziale Aspekte entscheidend. Hausbesitzer
müssen ja nicht nur die Motivation haben, Investitionen zu tätigen,
sondern auch in der finanziellen Lage dazu sein. Anreize sind da viel
hilfreicher als etwa ordnungsrechtliche Vorgaben."

So deckt der Erfahrungsbericht zum Wärmegesetz in
Baden-Württemberg die Schwächen ordnungsrechtlicher Maßnahmen auf.
Die Stuttgarter Landesregierung schreibt Hauseigentümern die
Einbindung erneuerbarer Energien bei der Heizungsmodernisierung vor.
Dennoch ist zum Beispiel in Bayern, wo es keine solchen Vorgaben
gibt, die Anzahl der durch das Marktanreizprogramm (MAP) geförderten
Wärmepumpen, Pelletheizungen und Solarthermieanlagen pro Million
Einwohner höher. "Die Diskussionen hinsichtlich möglicher
Nutzungszwänge verunsichern die Menschen und führen dazu, dass sie
lieber erst einmal abwarten", meint Willig.

Technologieoffenheit und Innovationen



Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, die Energiewende im
Gebäudesektor grundsätzlich technologieoffen zu gestalten. "Wollen
wir die ehrgeizigen Klimaziele erreichen, können wir es uns nicht
leisten, bestimmte Lösungen auszuschließen", so Willig. Wichtig sei
eine Steigerung der Effizienz durch neue Heizgeräte.
"Modernisierungen mit Brennwerttechnik sind dabei für viele Menschen
ein bezahlbarer Einstieg in die Wärmewende und sorgen für bis zu 30
Prozent weniger Verbrauch. Hier brauchen wir auch weiterhin eine
attraktive Förderung statt Verunsicherung durch den Staat."

Ein weiterer Schritt ist die Einbindung erneuerbarer Energien. Und
es sind noch viele Innovationen möglich: "Neben der vergleichsweise
teuren Brennstoffzelle zum Beispiel auch die intelligente Verknüpfung
von Photovoltaik-Anlagen mit modernen Ölheizungen. Darüber hinaus
haben Brennwertheizungen durch den künftigen Einsatz
treibhausgasreduzierter Brennstoffe, wie etwa fortschrittliche
Biobrennstoffe und Power-to-X, langfristig eine klimaneutrale
Perspektive. All das sind Aspekte, die auch die von der
Bundesregierung geplante Gebäudekommission berücksichtigen sollte, um
Hausbesitzern einfache und bezahlbare Optionen zur Erreichung der
Klimaziele zu ermöglichen."



Pressekontakt:
Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)
Rainer Diederichs (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Süderstraße 73 a, 20097 Hamburg
Tel +49 40 23 51 13-884
Fax +49 40 23 51 13-29
presse@iwo.de; www.zukunftsheizen.de/presse

Original-Content von: IWO Institut für Wärme und Oeltechnik, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Wenn das eigene Haus zur Last wird Hebe-Schiebe-Tür mit Nullbarriere-Schwelle
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.02.2019 - 11:53 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1693408
Anzahl Zeichen: 3853

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hamburg



Kategorie:

Bau & Immobilien



Diese Pressemitteilung wurde bisher 276 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Fördern statt Verunsichern / Statistik zum deutschen Heizungsmarkt (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

IWO Institut f (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Erneuerbarer Strom und alternative Fuels sind kein Gegensatz / Kommentar zur neuen dena-Leitstudie ...
In ihrer heute vorgestellten Leitstudie zeigt die Deutsche Energie-Agentur (dena) Wege in eine klimaneutrale Gesellschaft auf. Dabei wird klar: Wir benötigen hierzulande deutlich mehr erneuerbare Energie - sowohl grünen Strom als auch Wasserstoff und alternative flüssige Kraft- und Brennstoffe.

Unternehmen der Mineralölwirtschaft gründen neuen Verband en2x / Verschmelzung von MWV und IWO ...
Mit Blick auf das Erreichen der Klimaziele stellt sich die deutsche Mineralölwirtschaft neu auf. Dafür wurde jetzt die Gründung eines neuen Verbandes, dem en2x - Wirtschaftsverband Fuels und Energie e. V., mit Sitz in Berlin beschlossen. Der Verband unterstützt seine Mitgliedsunternehmen bei d

Alternative Fuels auch für Pkws und Gebäude nötig / Zwischenbericht zur neuen dena-Leitstudie ...
In ihrer neuen Leitstudie zum Aufbruch in die Klimaneutralität identifiziert die Deutsche Energie-Agentur (dena) branchen- und sektorenübergreifende Wege und Möglichkeiten für anstehende Weichenstellungen. Dabei zeigt sich in dem heute veröffentlichten Zwischenbericht: Zur Erreichung der Kliman


Weitere Mitteilungen von IWO Institut f


Wenn das eigene Haus zur Last wird ...
Wenn die Kinderzimmer seit Jahren leer stehen, der Garten verwildert und die Treppe in den Keller zur Hürde wird, müssen sich viele ältere Hauseigentümer eingestehen: Das geliebte Eigenheim passt nicht mehr zum Leben. Immopartner zeigt Möglichkeiten auf, wie Eigentümer ihre Wohnsituation verbe

GAEB-Online 2018 - V7: Kostenlos updaten, noch schneller kalkulieren ...
Mit dem kostenlosen Update V7 können alle GAEB-Online 2018-Kunden GAEB-Angebote noch schneller und einfacher kalkulieren oder Excel-Dateien in GAEB umwandeln. Gleich mehrere Neuerungen rationalisieren die Arbeitsabläufe zusätzlich. Viele Bauunternehmer und Handwerker arbeiten gerne mit Tabelle

Krebs Immobilien Heidelberg in neuen Büroräumen ...
Die Firma Krebs Immobilien hat unter ihrer bisherigen Anschrift Poststr. 42, Heidelberg, neue Büroräumlichkeiten bezogen. Das Unternehmen ergriff die Möglichkeit, im selben Gebäude den kompletten 3. Stock anzumieten. „Nach aufwändiger Renovierung mussten wir einfach nur ein Stockwerk weiterzi

Thomas Filor über Eigenbedarfskündigungen ...
Magdeburg, 31.01.2019. „Eigenbedarfskündigungen werden meist sehr kontrovers diskutiert. So auch kürzlich vor dem Landgericht Berlin“, sagt Immobilienexperte Thomas Filor aus Magdeburg. „Manchmal geraten Menschen, die in einer Mietwohnung wohnen, an diesen Punkt: Der Vermieter will aus einem


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z