Mitteldeutsche Zeitung: Zahngesundheit
Sachsen-Anhalter scheuen Weg zum Zahnarzt nicht
ID: 1695214
nicht.. Laut "Barmer Zahnreport 2018" nutzen etwa 57 Prozent die
Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung. Das ist bundesweit betrachtet
der fünfthöchste Wert, wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche
Zeitung (Wochenendausgabe) berichtet. Insgesamt ließen sich mehr als
drei Viertel der Menschen bei einem Zahnarzt behandeln, was deutlich
über dem Bundesdurchschnitt von 71,5 Prozent liegt. Bundesweit
betrachtet liegt Sachsen-Anhalt hier auf dem dritten Platz. Besser
sind die Werte lediglich in Sachsen und Thüringen (jeweils 77,2
Prozent). "Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Sachsen-Anhalter
ihre Zahngesundheit sehr ernst nehmen", sagt Carsten Hünecke,
Präsident der Zahnärztekammer des Landes. Die Menschen seien bemüht,
langfristig Vorsorge zu treffen und im besten Fall so höhere Kosten
zu vermeiden. Die Statistiken der Barmer offenbaren ein deutliches
Ost-West-Gefälle bei der Zahnprävention. Hünecke führt dies auf die
geschichtliche Entwicklung zurück. Insbesondere die frühe und sehr
intensiv betriebene Zahngesundheitserziehung in der DDR scheine
heute noch nachzuwirken, sagt er. Im Osten habe es viele speziell
ausgebildete Kinderzahnärzte und eine strengere Zahn-Kontrolle in
Kitas und Schulen gegeben. "Zudem stand die Prophylaxe im Osten mehr
im Fokus, da die therapeutischen Möglichkeiten aufgrund der mitunter
geringeren materiellen Ausstattung eingeschränkter waren", fügt er
hinzu.
Am 9. Februar wird der "Tag des Zahnschmerzes" begangen. Er geht
zurück auf die heilige Apollonia, die Schutzheilige der Zahnärzte und
zahnmedizinischen Berufe.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 09.02.2019 - 02:00 Uhr
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