Reparieren statt wegwerfen gut für Umwelt und Geldbeutel / Reparaturwissen im Unterricht soll Schü

Reparieren statt wegwerfen gut für Umwelt und Geldbeutel / Reparaturwissen im Unterricht soll Schüler sensibilisieren - DBU förderte mit 313.000 Euro

ID: 1702526
(ots) - Anstatt defekte Smartphones, Fahrräder und
andere Alltagsgegenstände zu reparieren, werden sie heute meist durch
neue ersetzt und wandern direkt in den Müll. "Dabei können viele
Geräte nach einer kleinen Reparatur noch lange weiterverwendet
werden. Das schont begrenzt verfügbare Rohstoffe, Energie und
gleichzeitig den Geldbeutel", sagt Ulrike Peters von der Deutschen
Bundesstiftung Umwelt (DBU). Mit dem veränderten Verhalten der
Konsumenten gehe jedoch vielfach auch das Wissen darüber verloren,
wie Reifen geflickt oder der Föhn repariert werden kann. Hier setzt
die Carl von Ossietzky Universität (Oldenburg) mit ihrem Projekt an.
Sie will Schülern und Lehrern die Funktionsweise verschiedener
Geräte, ihrer einzelnen Bestandteile und Reparaturmöglichkeiten
vermitteln. Ihre Ergebnisse präsentiert sie heute und morgen unter
dem Motto "Reparieren statt Wegwerfen" im Hörsaalzentrum der
Universität Oldenburg (10-17 Uhr). Die DBU förderte das Projekt in
den vergangenen drei Jahren fachlich und finanziell mit rund 313.000
Euro.

Vielseitiges Programm mit praktischen Lehrer-Workshops und
"Schüler-Uni"

"Lehrern, Schülern und Studenten wird in Vorträgen und an
Infoständen unter anderem das erarbeitete Unterrichtsmaterial
vorgestellt", erläutert die Projektleiterin, Dr. Katharina Dutz vom
Institut für Physik und Technische Bildung der Universität Oldenburg.
Zudem werden in Lehrer-Arbeitskreisen praktische Beispiele wie die
Reparatur eines Fahrrades angeboten. Am Freitag findet eine
"Schüler-Uni" statt, bei der Jugendliche Schülern der Klassen fünf
bis zehn verschiedene Reparaturprojekte vorstellen. "Wir wollen das
Thema Reparatur im Technik- und Informatikunterricht sowie in den
Fächern Arbeitslehre und Werken an allgemeinbildenden Schulen
verankern. Dafür haben wir zunächst Konzepte, Unterrichtseinheiten


und -materialien zum Thema erarbeitet", so Dutz. Anschließend sei das
Material an acht Partnerschulen in der Region Oldenburg im Unterricht
getestet und überarbeitet worden.

Produzenten und Konsumenten können gleichermaßen Beitrag leisten

Mithilfe des Materials sollen die Schüler lernen, mögliche Fehler
an Alltagsgeräten zu erkennen und zu beheben. Es enthält sowohl
technische Anleitungen zur Reparatur als auch theoretische
Hintergründe zu den verbauten Materialien. Peters: "So werden Schüler
und Lehrer dafür sensibilisiert, Geräte länger zu nutzen und nicht
gleich wegzuwerfen, wenn sie defekt sind. Rohstoffe werden dann
nachhaltiger genutzt. Wenn wir das nicht ändern, stehen diese
Rohstoffe künftigen Generationen nicht mehr im selben Umfang zur
Verfügung wie der heutigen", so Peters weiter. Hier könnten
Produzenten und Konsumenten gleichermaßen Einfluss nehmen. Hersteller
sollten beim Produktdesign stärker darauf achten, dass die einzelnen
Komponenten ihrer Produkte wieder gut voneinander getrennt werden
können, um sie erneut verwenden oder hochwertig recyceln zu können.
Aber auch die Reparierbarkeit spiele eine zentrale Rolle, um Geräte
möglichst lange nutzen zu können.

Trend nutzen, Wissen vermitteln: Nur wer weiß wie, kann auch
reparieren

Dutz: "Reparieren ist für die meisten jungen Leute gar keine
Option mehr und das wollen wir wieder ändern." Die Gelegenheit sei
günstig, da "selber reparieren" aktuell ein Trend sei, der dafür
genutzt werden solle, um das nötige Wissen systematisch in die
Schulen zu bringen. Dazu wurden in einem zweiten Projektschritt die
erarbeiteten Konzepte und Materialien an sieben andere Universitäten
in verschiedenen Bundesländern weitergegeben und dort in die
entsprechenden Studiengänge aufgenommen. Zuletzt wurden Betriebe und
Organisationen in das Projekt eingebunden. So entstand die
Möglichkeit, dass die Schüler der Fächer Technik und Informatik bei
Betriebsbesichtigungen Reparatur und Recycling auch aus beruflicher
Perspektive kennenlernen konnten. "Wir freuen uns, dass Reparieren an
vielen Schulen fester Bestandteil des Unterrichts wird", sagt Dutz.



Pressekontakt:
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Julie Milch
Jessica Bode

Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
0541|9633-521
0171|3812888
presse@dbu.de
www.dbu.de

Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Gefahr durch betrunkene Brummi-Fahrer: Müssen Wegfahrsperren in LKW her? / Glyphosat: Zeit für den Ausstieg / DNR begrüßt Urteil des Europäischen Gerichts
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.03.2019 - 10:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1702526
Anzahl Zeichen: 4841

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Oldenburg



Kategorie:

Umwelttechnologien



Diese Pressemitteilung wurde bisher 567 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Reparieren statt wegwerfen gut für Umwelt und Geldbeutel / Reparaturwissen im Unterricht soll Schüler sensibilisieren - DBU förderte mit 313.000 Euro"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"Neuer Schub für die Energiewende" / DBU: Zukunft ist elektrisch - Digitale Jahrespressekonferenz ...
Die Energiewende in Deutschland benötigt "dringend einen neuen Schub", fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Notwendig seien "praxistaugliche Innovationen, die mithilfe digitaler Instrumente und künstlicher Intelligenz (KI) die Wirtschaft ankurbeln, Stromnetze stabilisie

DBU-Stiftungskapital erstmals drei Milliarden Euro/Finanzbilanz 2025 - Digitale Jahrespressekonferenz ...
Premiere und Rekordwert für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU): Erstmals seit Gründung vor mehr als 30 Jahren hat das Stiftungskapital drei Milliarden Euro (https://www.dbu.de/app/uploads/dbu-media-2025-vorwort-jb2025-verwaltung-finanzen.pdf) erreicht. "Die Zahlen zeigen: Die Stiftung h

Made in Germany: DBU fördert 100. grünes Startup / di.monta: effizientes Recycling per KI ...
Zukunftsweisendes Jubiläum in dem seit 2019 laufenden Green Startup-Programm (https://www.dbu.de/foerderung/green-start-up/) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Zum 100. Mal ist nun ein junges auf Umwelt- und Ressourcenschutz orientiertes Unternehmen in die Förderung aufgenommen worden. di.


Weitere Mitteilungen von Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)


Gefahr durch betrunkene Brummi-Fahrer: Müssen Wegfahrsperren in LKW her? / "Zur Sache Rheinland-Pfalz!", 7.3.2019, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen (VIDEO) ...
Alkohol am Steuer: Braucht es Wegfahrsperren für LKW? Darüber berichtet das landespolitische Magazin "Zur Sache Rheinland-Pfalz" des SWR Fernsehens am Donnerstag, 7. März 2019, ab 20:15 Uhr. "Ich bin zwei Jahre lang betrunken LKW gefahren und damit bin ich nicht der Einz

Nicht teurer als eine Pizza: Zwei Studenten erklären im Buch "Kleine Gase - Große Wirkung" kompakt den Klimawandel ...
In ihrem Buch "Kleine Gase - Große Wirkung. Der Klimawandel" schildern zwei Studenten allgemein verständlich, was der Laie über die Erderwärmung wissen sollte. Dafür haben Christian Serrer, Stipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw), und David Nelles mit über 100 Wisse

ACHTUNG Plastik: Sieben Woche ohne Plastik, der Umwelt zuliebe / BUND ruft zum Plastikfasten auf ...
Wir können auch ohne: Zum dritten Mal seit 2014 ruft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) dazu auf, während der Fastenzeit soweit es geht auf Plastik im Alltag zu verzichten. In Deutschland werden jährlich rund 14 Millionen Tonnen Plastik verbraucht - damit liegt unser Land

mobiheat macht Dampf ...
Gutmadingen/Friedberg - Mit einem eigenen Werk in Gutmadingen/Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg will der Spezialist für mobile Energie seine Position als Marktführer ausbauen und das Produktportfolio um den Bereich der mobilen Dampfzentralen erweitern. Die Leitung des mobiheat-Standorte


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z