Die Ukraine vor den Wahlen: Pressegespräch am 19. März in Berlin
ID: 1703590
PRESSEGESPRÄCH
am Dienstag, den 19. März 2019 von 10 bis 11.30 Uhr in der
Potsdamer Str. 144, 10783 Berlin
Die Zahl der Angriffe und Drohungen gegen Journalistinnen und
Journalisten in der Ukraine steigt, die Staatsanwaltschaft geht
aggressiv gegen investigative Reporterinnen und Reporter vor, große
Fernsehsender sind in der Hand von Oligarchen und dienen vor allem
als politische Machtmittel. Während der Wahlkampf in der Ukraine auf
Hochtouren läuft, arbeiten Medienschaffende in einem gesellschaftlich
zunehmend aufgeheizten Klima.
Ist ausgewogene und unabhängige Berichterstattung unter diesen
Bedingungen überhaupt möglich? Wie wirkt sich die Polarisierung der
Gesellschaft auf den Journalismus aus? Welche Rolle spielen der Krieg
im Osten des Landes und russische Desinformationskampagnen für
ukrainische Journalistinnen und Journalisten? Wie frei können
prorussische Reporterinnen und Reporter aus der Ukraine berichten?
Auf welchen Wegen informiert sich die Bevölkerung über die
Kandidierenden für die Präsidentschaftswahl am 31. März?
Über diese und andere Themen diskutieren:
Julia Boschko, TV-Journalistin aus Kiew
Wilfried Jilge, Ukraine-Experte bei der Deutschen Gesellschaft für
Auswärtige Politik
Moderation: Ulrike Gruska, Reporter ohne Grenzen
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
JULIA BOSCHKO arbeitet als Reporterin und Redakteurin beim
staatlichen Informationssender UA|TV (International Broadcasting
Multimedia Platform of Ukraine). Sie berichtet vor allem über die
Innen- und Außenpolitik sowie die wirtschaftliche Entwicklung der
Ukraine und über den Einfluss Russlands in dessen Nachbarländern. Bis
2014 war Boschko Korrespondentin des Fernsehkanals TV 5 in ihrer
Heimatstadt Donezk. Nach der Besetzung des Donbass wurde sie wegen
ihrer Arbeit immer aggressiver bedroht und floh mit ihrer Tochter
nach Kiew. Dort arbeitete sie weiter für TV 5 und berichtete vor
allem über die Folgen des Krieges und die zahllosen Vertriebenen im
eigenen Land. 2016 war Boschko Auszeit-Stipendiatin von Reporter ohne
Grenzen und der taz Panter Stiftung. Für ihre journalistische Arbeit
erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt im November 2017 ein
Stipendium für die Teilnahme an der Global Investigative Journalism
Conference in Johannesburg.
Der Osteuropahistoriker WILFRIED JILGE ist Associate Fellow beim
Robert Bosch-Zentrum für Mittel- und Osteuropa, Russland und
Zentralasien der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik
(DGAP). Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Innen- und Außenpolitik
der Ukraine und Russlands, der Konflikt zwischen beiden Ländern, die
Situation im Donbass und der Reformprozess in der
Post-Maidan-Ukraine. Zudem ist er in verschiedenen Expertengruppen
und Dialogformaten tätig, etwa in der internationalen NGO-Plattform
"CivilM+", die sich für eine friedliche Lösung des bewaffneten
Konflikts in der Ostukraine einsetzt. Seit 2005 ist er Mitglied der
Steuerungsgruppe des deutsch-ukrainischen zivilgesellschaftlichen
Forums "Kiewer Gespräche". Jilge hat mehrere Jahre in der Ukraine und
Russland gelebt und geforscht.
Weitere Informationen zur Situation von Medienschaffenden in der
Ukraine finden Sie unter: www.reporter-ohne-grenzen.de/ukraine
Den Media Ownership Monitor Ukraine finden Sie unter
http://ukraine.mom-rsf.org/ (Zusammenfassung der Ergebnisse auf
Deutsch: http://t1p.de/j1q3)
Den ROG-Länderbericht "Ernüchterung nach dem Euromaidan" vom Juni
2016 finden Sie unter: https://t1p.de/rb0i.
Wir bitten um Anmeldung unter event@reporter-ohne-grenzen.de.
Pressekontakt:
Reporter ohne Grenzen Sylvie Ahrens-Urbanek / Christoph Dreyer /
Ulrike Gruska / Juliane Matthey / Anne Renzenbrink
presse@reporter-ohne-grenzen.de www.reporter-ohne-grenzen.de/presse
T: +49 (0)30 609 895 33-55 F: +49 (0)30 202 15 10-29
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Matthey / Anne Renzenbrink
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Datum: 12.03.2019 - 09:02 Uhr
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