Klein statt groß: Dezentral und digital für Energiewende / Projekt erforscht "Virtuelles Kraf

Klein statt groß: Dezentral und digital für Energiewende / Projekt erforscht "Virtuelles Kraftwerk der zweiten Generation" - DBU gibt 124.000 Euro

ID: 1703711
(ots) - Während Solaranlagen und Windräder an manchen
Tagen sehr viel Strom liefern, ist es an anderen Tagen weniger. Ein
naheliegender Ansatz, diese Schwankungen auszugleichen, sind Speicher
wie beispielsweise Batterien. Deren Rolle können auch sogenannte
"Virtuelle Kraftwerke" übernehmen. Sie bestehen aus kleinen
dezentralen Stromerzeugern und -abnehmern, die miteinander
koordiniert für den notwendigen Ausgleich sorgen. In einem nun
begonnen Projekt will das ebök Institut für angewandte
Effizienzforschung (Tübingen) gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen
erforschen, inwieweit der Stromhandel zwischen diesen vielen kleinen
Akteuren mithilfe digitaler Technologie vereinfacht werden kann. Die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und
finanziell mit rund 124.000 Euro. "Das Vorhaben hat das Potenzial zu
zeigen, wie wir mit der Digitalisierung die Energiewende noch besser
umsetzen können", fasst DBU-Generalsekretär Alexander Bonde zusammen.

Viele dezentrale Stromerzeuger anstatt eines großen zentralen

"Durch intelligentes Vernetzen koordinieren wir flexible
Stromabnehmer und lokale -erzeuger derart, dass sie auf das
schwankende Stromangebot angemessen reagieren und damit das lokale
Netz stabilisieren. Gemeinsam wirken sie als Virtuelles Kraftwerk. In
letzter Zeit entstanden hierfür eine Reihe erfolgsversprechender
Ansätze, auf die wir aufbauen können", erläutert Projektleiter Prof.
Dr. Claus Kahlert vom ebök Institut. Im Rahmen des Projektes soll nun
untersucht werden, wie diese Idee mit der umfassenden Digitalisierung
der industriellen Produktion harmoniere. "Zukünftig sind alle
Maschinen und Prozesse über das Internet miteinander verbunden. Das
nutzen wir für die Kommunikation im Virtuellen Kraftwerk", erklärt
Kahlert den Ansatz.

Auch beim Abrechnen der Stromkosten gilt künftig: dezentral und


digital

"Wir wollen zum Koordinieren und Abrechnen ein dezentrales System
nutzen, basierend auf distributed ledger technology*. Bei dieser
Technik werden die Aktionen zwischen verschiedenen Partnern digital
dokumentiert und sind von allen einsehbar", erläutert Prof. Dr.
Debora Coll-Mayor von der Hochschule Reutlingen. "Einfach gesagt:
Anstelle eines zentralen Servers haben alle Akteure die für sie
relevante Information vor Ort." Die Technik sei robust und nach
heutigem Stand fälschungssicher, die Projektpartner erwarteten dabei
einen vergleichbaren Energiebedarf wie bei bisher üblichen
Abrechnungssystemen.

Energieeffizienz steigern und Energiewende voranbringen

"Kann das Projekt erfolgreich umgesetzt werden, bildet es eine
wichtige Grundlage für weitere Entwicklungen Virtueller Kraftwerke.
Durch den beständigen Austausch und die Analyse der Prozesse lässt
sich zusätzlich die Energieeffizienz steigern", erläutert Kahlert.
Zudem würden Virtuelle Kraftwerke längere Laufzeiten erneuerbarer
Stromquellen erlauben, denn sie könnten flexiblen Abnehmern speziell
dann Strom zukommen lassen, wenn gerade viel davon zur Verfügung
stehe. Ein Überschuss führe ansonsten dazu, dass Windräder oder
Solaranlagen zeitweise vom Netz genommen würden. Bonde: "Damit wären
Virtuelle Kraftwerke ein Ergebnis der Digitalisierung, das sowohl
positive Effekte auf den Klimaschutz hat, als auch der
Versorgungssicherheit dient."

Fotos nach IPTC-Standard zur kostenfreien Veröffentlichung unter
www.dbu.de
Wir verwenden das generische Maskulinum für eine bessere Lesbarkeit
unserer Texte.

* Englisch für: Technik verteilter Kassenbücher



Pressekontakt:
Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Julie Milch
Jessica Bode

Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
0541|9633-521
0171|3812888
presse@dbu.de
www.dbu.de

Kontakt PP
ebök Institut
Prof. Dr. Claus Kahlert
07071|9597-19
claus.kahlert@eboek-institut.de

Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Kompakter Körper plus PKD-Standard-Platten Antrittsvorlesung: \
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.03.2019 - 11:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1703711
Anzahl Zeichen: 4493

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Reutlingen



Kategorie:

Forschung und Entwicklung



Diese Pressemitteilung wurde bisher 521 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Klein statt groß: Dezentral und digital für Energiewende / Projekt erforscht "Virtuelles Kraftwerk der zweiten Generation" - DBU gibt 124.000 Euro"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

"Neuer Schub für die Energiewende" / DBU: Zukunft ist elektrisch - Digitale Jahrespressekonferenz ...
Die Energiewende in Deutschland benötigt "dringend einen neuen Schub", fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Notwendig seien "praxistaugliche Innovationen, die mithilfe digitaler Instrumente und künstlicher Intelligenz (KI) die Wirtschaft ankurbeln, Stromnetze stabilisie

DBU-Stiftungskapital erstmals drei Milliarden Euro/Finanzbilanz 2025 - Digitale Jahrespressekonferenz ...
Premiere und Rekordwert für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU): Erstmals seit Gründung vor mehr als 30 Jahren hat das Stiftungskapital drei Milliarden Euro (https://www.dbu.de/app/uploads/dbu-media-2025-vorwort-jb2025-verwaltung-finanzen.pdf) erreicht. "Die Zahlen zeigen: Die Stiftung h

Made in Germany: DBU fördert 100. grünes Startup / di.monta: effizientes Recycling per KI ...
Zukunftsweisendes Jubiläum in dem seit 2019 laufenden Green Startup-Programm (https://www.dbu.de/foerderung/green-start-up/) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Zum 100. Mal ist nun ein junges auf Umwelt- und Ressourcenschutz orientiertes Unternehmen in die Förderung aufgenommen worden. di.


Weitere Mitteilungen von Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)


Kompakter Körper plus PKD-Standard-Platten ...
Tübingen, 12. März 2019 - Mit dem PKD-Planfräser M2127 komplettiert die Tübinger Walter AG ihr Portfolio zur Aluminium-Bearbeitung. Der speziell für den Hochgeschwindigkeitseinsatz konzipierte Fräser eignet sich zum Aluminium-Schlichten und -Schruppen (ap bis 10 mm). Genauso wie zum SchmierfrÃ

Wolfram Wieland-Neumann neuer Leiter F&E der Albaad Deutschland GmbH ...
Wolfram Wieland-Neumann ist neuer Leiter Forschung und Entwicklung der Albaad Deutschland GmbH. Zuvor war der promovierte Chemiker Project Manager Professional Cleaning beim Reinigungsmittelhersteller Budich International GmbH. Bei Albaad verantwortet der 56-Jährige die Forschung und Entwicklung ne

SERVA Electrophoresis GmbH ...
Seit 1953 steht der Name SERVA im Dienst der Wissenschaft. Das Heidelberger Unternehmen bietet seinen Kunden aus Industrie und Hochschule spezielle Produkte zur Elektrophorese an und ein weites Spektrum an Laborchemikalien. Das etablierte Qualitätsmanagement sichert das hochwertige Produktsortiment

Open Science Conference 2019 diskutiert Umsetzung von Open Science in der Praxis – Teilnehmende aus 25 Ländern in Berlin erwartet ...
Kiel/Hamburg, 11. März 2019: Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft und der Leibniz-Forschungsverbund Open Science laden vom 19. bis 20. März 2019 nach Berlin zur Open Science Conference. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 25 Ländern werden auf der Open Science Conference er


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z