Rheinische Post: Kommentar: Erfolgsgeschichte am Arbeitsmarkt
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Arbeitnehmer zu überwinden und einen einzigen EU-Arbeitsmarkt zu
schaffen, hat sich aus deutscher Sicht voll ausgezahlt. Heute
arbeiten rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer aus anderen EU-Ländern in
Deutschland. Sie füllen Lücken, lindern den Fachkräftebedarf und
zahlen Steuern und Beiträge. Bereits über eine halbe Million stammen
aus Bulgarien und Rumänien, dabei wurde der Arbeitsmarkt für sie erst
vor fünf Jahren geöffnet. Dass heute über 60 Prozent der
erwerbsfähigen Bevölkerung aus Bulgarien und Rumänien einer
Beschäftigung nachgehen, ist eine Erfolgsgeschichte, von der viele
nichts wissen oder wissen wollen. Denn die öffentliche Diskussion
wird beherrscht von der Annahme, gerade aus Rumänien und Bulgarien
seien besonders viele ins deutsche Sozialsystem eingewandert.
Tatsächlich hat sich die Zahl der Hartz-IV-Bezieher aus beiden
Ländern in den fünf Jahren Arbeitnehmerfreizügigkeit verdreifacht.
Bezogen auf die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter machte das aber
nur ein Zehntel des Beschäftigungszuwachses aus. Die Anziehungskraft
des attraktiven Arbeitsmarkts in Deutschland ist für Bulgaren und
Rumänen weitaus größer als die des Sozialsystems.
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Datum: 21.03.2019 - 19:46 Uhr
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