Rheinische Post: Kommentar: Prügelknabe Bahn
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Tag mit neuen Hiobsbotschaften rund um die Deutsche Bahn. Zwar rennen
die Reisenden dem Konzern die Bude ein, doch der wegen des ehemals
angepeilten Börsengangs marode gesparte Staatskonzern hat nicht die
Kapazitäten, um derartige Menschenmassen in der gewünschten Qualität
und Zeit von A nach B zu bringen. Überholgleise wurden stillgelegt,
das rollende Gerät ist von anno dazumal, und in den Werkstätten fehlt
es an Fachpersonal, um es auf die Schiene zu bringen. Natürlich ist
es für den Urlauber ärgerlich, wenn ausgerechnet in der
Osterferienzeit eine Bahnbaustelle zum Zugausfall oder zu
Verspätungen führt. Doch es ist aus Bahnsicht nachvollziehbar, die
Belastungen für die Pendler, die täglich per Zug durch NRW zu ihrem
Arbeitsplatz fahren, so gering wie möglich zu halten. Der Zeitpunkt
ist deshalb richtig gewählt. Die rege Bautätigkeit in den Osterferien
zeigt zudem eines deutlich: Beim Staatskonzern hat ein Umdenken
stattgefunden. Der Investitionsstau wird angegangen. Für die
Reisenden heißt das: Augen zu und durch!
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Datum: 08.04.2019 - 19:46 Uhr
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