neues deutschland: Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen kritisiert
Agieren von Akelius-Immobilienkonzern in Berlin
ID: 1714402
Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko, hat das
Agieren des schwedischen Immobilienkonzerns Akelius in Berlin scharf
angegriffen. »Wir werden uns nicht schützend vor jeden
Immobilienbesitzer werfen. Akelius ist so ein Fall«, sagt Gedaschko
der in Berlin erscheinenden Tageszeitung »neues deutschland«
(Montagausgabe). »Das ist aus unserer Sicht schlicht asozial«,
betonte der Präsident des GdW.
Trotz teurer Mieten von Konzernen wie Akelius sprach sich
Gedaschko in dem Gespräch mit dem »nd« massiv gegen die in der
Debatte stehenden Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen aus, wie
sie das laufende Volksbegehren »Deutsche Wohnen & Co enteignen« in
Berlin fordert. »Für mich ist die Vergesellschaftung ein extremes
Beispiel dafür, wie man Geld verbrennen kann, ohne eine große Wirkung
für die Stadt zu erzielen«, sagte Gedaschko dem »nd«. Dem Berliner
Senat warf er vor, in den letzten Jahren zu wenig Bauland ausgewiesen
und beispielsweise im Vergleich zu Hamburg viel zu wenige
Sozialwohnungen gebaut zu haben.
Als Alternative zur derzeit diskutierten Sozialisierung schlägt
der Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und
Immobilienunternehmen vor, dass das Land Berlin sogenannte
Belegungsrechte für Wohnungen kaufen solle. »Und zwar in älteren
Häusern, die in gutem Zustand sind. Das führt dann nicht zu einem
massiven Geldabfluss für die Herabsubventionierung der Miete, sondern
zu überschaubaren Beträgen, weil die Ursprungsmiete gar nicht so hoch
ist«, sagte Axel Gedaschko dem »nd«. Generell brauche Berlin aber
Zehntausende Sozialwohnungen. Berlin müsste dafür in eine aktive
Baulandpolitik einsteigen, also Flächen ankaufen, so der
Verbandsvertreter der Wohnungs- und Immobilienunternehmen.
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Datum: 14.04.2019 - 13:33 Uhr
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