neues deutschland: Treuhandakten: Bis 2024 wird erst die Hälfte der Bestände archiviert sein
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zugänglich sein, wenn im Jahr 2024 ihre allgemeine 30-jährige
Schutzfrist ausläuft. Das Bundesarchiv habe bisher rund 22.500 Akten
archivarisch bearbeitet und nutzbar gemacht, teilte die
Bundesregierung auf eine Anfrage des Fraktionschefs der LINKEN im
Bundestag, Dietmar Bartsch, mit. Wie die in Berlin erscheinende
Tageszeitung "neues deutschland" berichtet (Mittwochausgabe), der die
Antwort von Staatsministerin Monika Grütters vorliegt, wird die
Erschließung weiterer 62.500 Akten voraussichtlich etwa fünf Jahre
benötigen. Das Bundesarchiv hat rund 170.000 Akten der
Treuhandanstalt und ihrer Rechtsnachfolgerin, der Bundesanstalt für
vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS), zu bearbeiten.
2021 bereits endet ein von der Bundesregierung unterstütztes
Forschungsprojekt des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin zur
Treuhandgeschichte, das Mitte 2017 begonnen hatte. Die
Treuhandaufarbeitung der Bundesregierung ende also, bevor überhaupt
die meisten Akten zugänglich seien, so Bartsch. Er nennt diesen
Widerspruch »grotesk, aber letztlich typisch«. Gegenüber der Zeitung
unterstriech Bartsch die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss.
"Wir brauchen dringend parlamentarische Aufarbeitung. Fast 30 Jahre
nach der Wiedervereinigung sollte ein Untersuchungsausschuss des
Bundestages das dunkle Treuhand-Kapitel noch einmal aufschlagen. Es
geht um Respekt den Ostdeutschen gegenüber und auch darum, dass die
Wunden aus dieser Zeit heilen."
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Datum: 23.04.2019 - 15:20 Uhr
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