Bayernpartei: Auch letzte Debatte der Spitzenkandidaten zum EU-Parlament war Gespensterdebatte
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europäischer Sozial- und Christdemokratie brachte viel Eintracht und
wenig Erhellendes. Natürlich spielte das derzeitige Modethema Nummer
eins, der "Klimaschutz" eine große Rolle. Einig waren sich Frans
Timmermans und Manfred Weber etwa in ihrer Ablehnung der Atomkraft
und beide wollen Kurzstreckenflüge abschaffen.
Und da wird das Ganze für die Bayernpartei zur Gespensterdebatte.
Denn noch spielt hier die Musik nicht in Brüssel und das wird auch in
absehbarer Zeit so bleiben. Denn auch der französische Präsident
Macron hat ehrgeizige Klimaziele. Er will die EU bis 2050
klimaneutral machen, ein Ziel, dem sich nach anfänglichen Zögern auch
Kanzlerin Merkel angeschlossen hat. Nun wird hier gerne übersehen,
dass Frankreich das Land mit dem höchsten prozentualen Anteil an
Kernenergie ist und dass Macron ohne die vordergründig
CO2-bilanzschonende Atomkraft seine Klimaziele nie erreichen wird -
und auch nicht will.
Die Bayernpartei fordert daher mehr Ehrlichkeit, Vernunft und
Realismus in dieser Debatte. Panik - wie von den Gretas dieser Welt
gefordert - aber auch Wunschdenken sind schlechte Ratgeber. Der
Spitzenkandidat der Bayernpartei zur anstehenden Europawahl, Florian
Weber, führt aus: "Derzeit gibt es in Europa Länder, die unverändert
auf die Kernkraft setzen. In der Fernsehdebatte wäre es ehrlich
gewesen, das Thema mit dieser Feststellung abzuschließen, statt es
den Spitzenkandidaten zu gestatten, der Öffentlichkeit ihre
Luftschlösser vorzuführen. Es kann natürlich auch nicht sein, dass
wir hierzulande die Augen ganz fest zu machen und uns selbst auf die
Schulter klopfen, wie nachhaltig und erneuerbar unsere
Energieversorgung ist. Und dann Atomstrom teuer importieren.
Und zu den Kurzflügen: Solange das EU-Parlament ständig mit Sack
und Pack zwischen Brüssel und Straßburg pendelt, solange sollte man
dort nicht mit dem Finger auf andere zeigen."
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Datum: 17.05.2019 - 12:45 Uhr
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