Mitteldeutsche Zeitung: Verschmutztes Erdöl/ Russland
Raffinerie muss Produktion drosseln
ID: 1723532
Kraftstoff-Produktion wegen verschmutzten russischen Erdöls drosseln.
Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung
(Freitag-Ausgabe). "Aufgrund der andauernden Ausnahmesituation" habe
die Raffinerie in der vergangenen Woche einige Einheiten außer
Betrieb genommen, teilte das Unternehmen aus dem Saalekreis der MZ
mit. "Die Ölversorgung über die Pipeline aus Russland ist weiter
gestoppt", sagte ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes.
Ende April hatten polnische Behörden die Pipeline geschlossen,
weil das Rohöl zu viele Chloride enthielt. Aus den Salzen kann in
Verbindung mit Wasser eine Salzsäurelösung entstehen, welche Rohre
und die Ausrüstung der Raffinerien angreift. Chloride werden bei der
Förderung von Rohöl eingesetzt. Wie es zu der Verunreinigung kam,
ist unklar. Russische Behörden erklärten im April, dass die
Ölversorgung Anfang Mai wieder aufgenommen wird. Doch dazu ist es
nicht gekommen. "Das verschmutzte Öl befindet sich noch in der
Pipeline", teilte der Mineralölwirtschaftsverband mit. Betroffen
davon ist neben Leuna auch die brandenburgische Raffinerie in
Schwedt. Beide beziehen das Rohöl aus der russischen Pipeline
"Druschba" (Freundschaft).
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de
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Datum: 24.05.2019 - 02:00 Uhr
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