Thomas Kreuzer: Intervention gegen Restriktionen bei Blauzungenkrankheit auf Bundesebene war erfolgreich - Memorandum ermöglicht Verkauf von Kälbern nach Spanien
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Fälle der Blauzungenkrankheit festgestellt. Seitdem gibt es
Sperrgebiete mit einem Radius von 150 Kilometern, die weit nach
Bayern hineinreichen und den Verkauf von Kälbern aus dem Freistaat
verhindern. "Die Blauzungenkrankheit ist eine starke Belastung für
unsere Viehhalter in Bayern", sagt Thomas Kreuzer, der
CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag. "Nun gibt es eine
gute Nachricht! Die intensiven Gespräche, die
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und ich nach Ausbruch der
Tierseuche mit Julia Klöckner geführt haben, waren erfolgreich. Das
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat mit Spanien
ein bilaterales Memorandum für die Vermarktung von unter 70 Tage
alten Kälbern von ungeimpften Muttertieren aus Restriktionszonen
abgeschlossen." Das Memorandum tritt am kommenden Montag, 3. Juni, in
Kraft.
Damit ist mit einer Entspannung des befürchteten Verkaufsstaus der
Kälber zu rechnen. Die Situation hatte sich nach einer geänderten
Risikobewertung des Friedrich-Löffler Instituts zuvor nochmals
verschärft, da das Verbringen von Kälbern aus den Restriktionszonen
ab dem 18. Mai nicht mehr möglich war. Schlimmstenfalls könnte der
Platzmangel in den Ställen zu einer Verschlechterung der
Tierhaltungsbedingungen oder sogar zu verfrühten Schlachtungen der
Kälber führen.
"Es muss allen Landwirten klar sein, dass die Impfung die
wirksamste und langfristig nachhaltigste Maßnahme gegen die
Ausbreitung der Blauzungenkrankheit bleibt", betont Kreuzer, der
früher im Nebenerwerb einen kleinen Bauernhof betrieben hat. Hierfür
stellte der Freistaat Bayern kurzfristig, zur Überbrückung von
Engpässen, mehrere zehntausend BTV-8-Impfstoffdosen kostenfrei zur
Verfügung. Betroffene Tierhalter in der bayerischen Restriktionszone
können sich für die Durchführung einer solchen Impfung direkt an ihre
Hoftierärzte oder den TGD Bayern e. V. wenden. Weitere rund eine
Million Impfstoffdosen sind für eine Abnahme durch bayerische
Tierärzte bei verschiedenen Herstellern reserviert und können ab Juni
wieder regulär bezogen werden. Der Erreger der Blauzungenkrankheit
ist für Menschen ungefährlich. Fleisch und Milchprodukte können ohne
Bedenken verzehrt werden.
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Datum: 29.05.2019 - 15:31 Uhr
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