ARD-DeutschlandTrend: Zustimmung für Macron, Kritik an May und Trump
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Aufgrund der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Normandie-Invasion
stehen die Staatsoberhäupter von Frankreich, Großbritannien und den
USA in dieser Woche einmal mehr im Fokus der internationalen
Öffentlichkeit. Die Bundesbürger bewerten die politische Arbeit
dieser Politiker sehr unterschiedlich. Auch zwei Jahre nach seiner
Wahl zum französischen Staatspräsidenten überzeugt Emmanuel Macron in
Deutschland weiterhin eine Mehrheit der Befragten. Das hat eine
Umfrage des ARD-DeutschlandTrends im Auftrag der ARD-Tagesthemen mit
1.000 Befragten von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben. Demnach
sind 55 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit sehr zufrieden bzw.
zufrieden. Das sind 4 Prozentpunkte weniger als im
ARD-DeutschlandTrend vom Juni 2017. Damit ist Macron bei den
Deutschen aktuell in etwa genauso beliebt wie die Bundeskanzlerin
Angela Merkel. Die britische Noch-Premierministerin stößt dagegen bei
den Deutschen überwiegend auf Kritik: Nur noch 14 Prozent sind mit
ihrer Arbeit zufrieden (-8). Mit der Arbeit von US-Präsident Donald
Trump sind kaum verändert zu 2017 nur 4 Prozent zufrieden (-1).
Deutlich mehr als 90 Prozent der Deutschen sind nach wie vor weniger
bzw. gar nicht zufrieden mit der politischen Arbeit Trumps.
Nach der Europawahl stellt sich auch die Frage, wie sich die
Europäische Union künftig entwickelt. 83 Prozent der Befragten sind
der Meinung, dass Länder, die in der EU enger zusammenarbeiten
wollen, voranschreiten sollten, auch wenn andere Staaten nicht
mitziehen. Zwei Drittel (67 Prozent) sind aktuell überzeugt, dass
Angela Merkel dafür sorgt, dass es Deutschland in einer unruhigen
Welt gut geht. Eine bessere Berücksichtigung von Interessen ost- und
südeuropäischer Staaten stößt bei den Bundesbürgern auf ein geteiltes
Echo (pro: 45 Prozent; contra: 49 Prozent). Auch ein stärkeres
Eingehen Deutschlands auf französische EU-Reformvorschläge
unterstützt aktuell ebenfalls nur knapp die Hälfte der Bundesbürger
(48 Prozent).
Befragungsdaten
-Grundgesamtheit: Wahlberechtigte zur Europawahl in
Deutschland
-Fallzahl: 1.000 Befragte
-Erhebungszeitraum: 03.06.2019 bis 04.06.2019
-Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
-Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
-Schwankungsbreite: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%
Fragen im Wortlaut:
Aussagen zur Außenpolitik
Ich nenne Ihnen nun einige Aussagen zur aktuellen Außenpolitik. Geben
Sie bitte zu jeder an, ob Sie dieser eher zustimmen oder eher nicht
zustimmen.
a)Deutschland sollte stärker auf die Vorschläge des
französischen Präsidenten Macron zur Reform der Europäischen
Union eingehen.
b)Deutschland sollte die Interessen ost- und südeuropäischer
EU-Länder stärker berücksichtigen als bisher.
c)Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgt dafür, dass es
Deutschland in einer unruhigen Welt gut geht.
d)Länder, die in der EU enger zusammenarbeiten wollen, sollten
gemeinsam voranschreiten, auch wenn andere nicht mitziehen.
Jetzt geht es darum, wie zufrieden Sie mit einigen Politikerinnen und
Politikern sind. Wenn Sie jemanden nicht kennen oder nicht beurteilen
können, geben Sie das bitte an.
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