Frankfurter Rundschau: Eigenständige Politik
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war groß, die Erfolgsaussichten gering. Doch der Außenminister musste
in den Iran reisen. Ein nuklearer Wettstreit im Mittleren Osten zählt
zum Schlimmsten, was Europa widerfahren könnte. Maas hat dem Iran
nicht viel zu bieten. Zu Recht verweist Teheran darauf, dass das
Scheitern des Nuklearabkommens im Weißen Haus seinen Ausgang nahm.
Der Iran hält sich bis heute an die strengen Vorgaben - obwohl die
US-Sanktionen die Wirtschaftskrise im Land verschärfen. Doch nichts
würde sich an der Lage der Iraner bessern, wenn sie ausstiegen und
den Bau der Atombombe fortsetzten. Maas konnte nicht viel mehr tun,
als die Iraner darauf hinzuweisen. Die EU kann die US-Sanktionen, wie
von Iran gefordert, nicht kompensieren. Die Iran-Krise zeigt der
Union, wie abhängig sie von den USA sind. Sie markiert aber auch den
Beginn einer eigenständigen EU-Weltpolitik.
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Datum: 10.06.2019 - 16:56 Uhr
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