Westfalen-Blatt: Kommentar zum DFB
ID: 1733231
Der Job ist offiziell ehrenamtlich, okay, eine Aufwandsentschädigung
gibt es, man mutiert ziemlich schnell zum Buhmann der Nation, weil
man a) am Bundestrainer festhält oder nicht - oder b) bei
internationalen Treffen sich gegen eine Phalanx von Abgesandten aus
maximal halbdemokratischen Staaten nicht durchsetzen kann. Da ist es
durchaus verständlich, dass den Job als Chef des Deutschen
Fußball-Bundes so recht keiner will. Das erfährt derzeit offenbar
auch eine Personalberatungsfirma, die den größten Sportverband der
Welt bei der Suche nach einem Nachfolger von Reinhard Grindel
unterstützt. Drei Absagen soll sie sich bereits eingefangen haben.
Zuvor hatten schon einige Kandidaten innerhalb des DFB und aus dem
Kreis von altgedienten Nationalspielern gesagt: Nein, danke! Den 119
Jahre alten Verband wieder frisch zu machen, das ist definitiv keine
vergnügungssteuerpflichtige Aufgabe. Aber es wäre allerhöchste Zeit,
sie anzugehen. Denn damit würde man sich als Chefkritiker von
Verbänden wie Fifa (Welt) und Uefa (Europa) wieder glaubwürdig
machen. Wobei: Gianni Infantino applaudierte man auch zur Wiederwahl
als Chef aller Fußballer. An den Katzentisch wollten sie dann doch
nicht, die Deutschen. Es ist der große, allerdings nicht neue
Widerspruch des internationalen Sports. Alle wissen alles besser,
machen es aber nicht besser oder wollen es zumindest selber nicht
besser machen. Und so werden Placebos (wie jetzt der flexiblere
Umgang mit den Bewerbungskriterien für Olympiabewerber) gereicht, um
den Laden am Laufen zu halten. Denn so kritisch vor allem in
westlichen Demokratien Sportgroßveranstaltungen gesehen werden, so
attraktiv bleiben sie für Diktatoren, Schwellenländer, Werbung und TV
(die Quoten stimmen übrigens auch im kritischen Westen immer). Seit
2001 hat der DFB kein glückliches Händchen mehr mit seinen
Präsidenten bewiesen. Und derzeit ist niemand in Sicht, dem man
zumindest zutrauen würde, diesem Amt seine Bedeutung wieder zu geben.
Eigentlich sollte das innerhalb des deutschen Fußballs genauso
betroffen machen wie das WM-Aus 2018 bereits nach der Vorrunde.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.06.2019 - 21:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1733231
Anzahl Zeichen: 2608
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Kunst und Kultur
Diese Pressemitteilung wurde bisher 490 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Kommentar zum DFB"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalen-Blatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der international renommierte Jazz-Trompeter Till Brönner befürchtet, dass Politik und Gesellschaft nichts aus der Zeit der Corona-Pandemie gelernt haben. "Das Erste, was wir tun, wenn es eng wird, ist ausgerechnet unsere DNA, nämlich die Kultur- und die Veranstaltungsbranche und die, die un
34 Polizeischüsse: Autofahrer gelähmt, Ermittlungen eingestellt ...
Die 34 Schüsse, die Polizisten vor zwei Jahren in Bad Salzuflen auf einen Audi und seinen Fahrer (19) abgegeben hatten, bleiben ohne strafrechtliche Folgen - es wird keinen Prozess geben. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat nach WESTFALEN-BLATT-Informationen das Verfahren gegen die beiden Herforder
NRW: Polizei überwacht afghanischen Sexualtäter ...
Im Kreis Herford (NRW) wird ein afghanischer Sexualstraftäter in Absprache mit dem Landeskriminalamt "engmaschig" von der Polizei überwacht. Der 24-Jährige, der als rückfallgefährdet gilt, hatte nach einer Sexualtat eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verbüßt und war in
Weitere Mitteilungen von Westfalen-Blatt
Emotionen (Band 4) - Erweiterung zum Orakelbuch der Emotionen ...
Emotionen gehören zum Leben eines jeden Menschen. Einige Menschen verstehen ihre Gefühle einigermaßen einzuschätzen, andere haben damit eher Probleme. Die Autorin La Vie* zeigt, dass bei den meisten Menschen der Zugang zu der wahren Welt der Emotionen verschlossen ist. In ihrem vierten Band der
Fremde Welt Nox Band II - zweiter Teil der fantastischer Abenteuer-Reihe ...
Im ersten Band der "Fremde Welt Nox"-Reihe landeten Zelda, Arthur und Pascal ungeplant auf dem Planeten Nox. Sie konnten dank eines geliehenen Portsteins zur Erde zurückkehren. Im zweiten Band der Reihe lässt der Wunsch, Nox und dort lieb gewonnene Freunde zu besuchen, die drei nicht los
Eismeerzar - fesselnde romanhafte Biografie über Iwan VI. und die grausamen Kaiserinnen ...
André Link entführt uns in seinem biografischen Roman "Eismeerzar" in das Jahr 1733. Prinz Anton Ulrich von Braunschweig reist in Begleitung seiner Flügeladjutanten Fritz von Heimburg und Hieronymus von Münchhausen nach St. Petersburg. Dort soll er Anna Leopoldowna heiraten. Ihr Sohn I
Das Erste / "ttt - titel thesen temperamente" (WDR) am Sonntag, 30. Juni 2019, um 0:00 Uhr ...
Die geplanten Themen: Ausnahmesportler und Familienmensch: Manfred Oldenburgs Dokumentarfilm über Toni Kroos Mordfall Lübcke: Rechter Terror, brauner Sumpf und die langen Schatten des NSU Plovdiv 2019: Europas Kulturhauptstadt zwischen Utopie und Wirklichkeit Angesagt: Die Berliner Indie-Po




