Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Landesparteitag der AfD in Warburg

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Landesparteitag der AfD in Warburg

ID: 1735357
(ots) - Wer bislang keine Vorstellung davon gehabt hat,
was der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland mit »gäriger Haufen« meint,
wenn er von seiner Partei spricht, hat seit dem Landesparteitag der
NRW-AfD in Warburg zumindest einen Eindruck. Die AfD ist mehr
Sammelbecken als Partei. Und da gärt so manches. Die Zerrissenheit
dieser AfD tritt so offen zutage, dass man von Spaltung sprechen
muss. Gespalten in gemäßigte Konservative und radikale
Völkisch-Nationale, in Meuthen- und Höcke-Anhänger, in »Alternative
Mitte« und »Flügel«, in ehemalige CDU-Wähler (Westen) und
Ex-NPD-Anhänger (Osten). Die Bürger, die im September 2015 der CDU
wegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik den Rücken gekehrt haben und
seitdem AfD wählen, scheinen als Zielgruppe immer mehr aus dem Fokus
zu geraten. Den auch in den Landesverbänden zerstrittenen AfD-Spitzen
ist offenbar nicht bewusst, dass gut zehn der 13 bis 14 Prozentpunkte
der AfD auf enttäuschten Unions-Wählern basieren. Und die werden eher
zu Nicht-Wählern, als dass sie bei einer Björn-Höcke-Partei ihr Kreuz
machen. Und die AfD ist auf dem Weg dahin, weil die Völkischen immer
mehr Landesverbände beherrschen und die Macht übernehmen wollen. In
ihrer jungen Geschichte hat sich die AfD schon mehrfach gewandelt,
gehäutet und getrennt. Aus einer »Professoren-Partei« um Bernd Lucke,
die mit guten Argumenten vor der Euro-Rettungspolitik warnte, wurde
die Anti-Flüchtlings-Partei mit Frauke Petry an der Spitze. Und als
Petry die AfD koalitionsfähig machen wollte, wurde sie von denen
gestürzt, die jetzt das Sagen haben und dabei zusehen müssen, wie die
Partei immer stärker radikalisiert wird. Dass die AfD in allen 16
Landtagen vertreten ist und im Bundestag die drittgrößte Fraktion
stellt, heißt nicht, dass sie nicht wieder in der Versenkung
verschwinden könnte. Wenn das völkische Lager den internen Kampf


gewinnt, verliert die AfD sehr viele bürgerliche Protestwähler. Dann
müsste sie um den Einzug in die Parlamente zittern - zumindest im
Westen der Republik. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer
hat für ihren Vorstoß, jede Art der Kooperation mit der Partei
kategorisch abzulehnen, nicht nur Beifall bekommen. Doch ihr Kurs
könnte sich angesichts der Entwicklung der AfD noch als richtig
erweisen. Für den Fortbestand der AfD um die zehn Prozent spricht
allerdings die weiterhin nicht funktionierende Migrationspolitik. So
lange im Durchschnitt immer noch 500 Flüchtlinge pro Tag nach
Deutschland einreisen, aussichtslose Asylanträge stellen und im
Land bleiben können, geht der AfD ihr Thema nicht aus: Sie nennt das
unkontrollierte Masseneinwanderung aus fremden Kulturen in deutsche
Sozialsysteme.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Rheinische Post: Kommentar / 
Letzter Schuss für die Deutsche Bank 
= Von Antje Höning Badische Zeitung: Bundeswehr nach Syrien?: Sorry, Herr Präsident /
Kommentar von Dietmar Ostermann
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.07.2019 - 21:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1735357
Anzahl Zeichen: 3184

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bielefeld



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 512 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Landesparteitag der AfD in Warburg"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalen-Blatt (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

WESTFALEN-BLATT - Till Brönner: "Nichts aus Corona gelernt" ...
Der international renommierte Jazz-Trompeter Till Brönner befürchtet, dass Politik und Gesellschaft nichts aus der Zeit der Corona-Pandemie gelernt haben. "Das Erste, was wir tun, wenn es eng wird, ist ausgerechnet unsere DNA, nämlich die Kultur- und die Veranstaltungsbranche und die, die un

34 Polizeischüsse: Autofahrer gelähmt, Ermittlungen eingestellt ...
Die 34 Schüsse, die Polizisten vor zwei Jahren in Bad Salzuflen auf einen Audi und seinen Fahrer (19) abgegeben hatten, bleiben ohne strafrechtliche Folgen - es wird keinen Prozess geben. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat nach WESTFALEN-BLATT-Informationen das Verfahren gegen die beiden Herforder

NRW: Polizei überwacht afghanischen Sexualtäter ...
Im Kreis Herford (NRW) wird ein afghanischer Sexualstraftäter in Absprache mit dem Landeskriminalamt "engmaschig" von der Polizei überwacht. Der 24-Jährige, der als rückfallgefährdet gilt, hatte nach einer Sexualtat eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verbüßt und war in


Weitere Mitteilungen von Westfalen-Blatt


Rheinische Post: Kommentar / Die NRW-AfD und ihre Radikalen = Von Reinhard Kowalewsky ...
Wohin es mit der AfD in NRW gekommen ist, zeigte sich am Samstag auf ihrem Parteitag in Warburg. 2013 wurde die Partei als wirtschaftsliberale Opposition gegen die Euro-Rettungspolitik gegründet. Jetzt gilt ein Drittel der Delegierten auf einem NRW-Parteitag als Anhänger der völkisch-national

Rheinische Post: Kommentar / Letzter Schuss für die Deutsche Bank = Von Antje Höning ...
Was für ein Absturz: Die Deutsche Bank wähnte sich einst als Herz der globalen Finanzwelt. Mit milliardenschweren Zukäufen war sie aufgestiegen, um der Wall Street Paroli zu bieten. Manche "Regenmacher", wie ihre Investmentbanker genannt wurden, verdienten mehr als die Bank-Chefs. U

BERLINER MORGENPOST: Moral allein hilft nicht / Leitartikel von Michael Backfisch ...
Wer hätte das gedacht? Horst Seehofer (CSU) wandelt sich gegen Ende seiner Karriere noch vom Saulus zum Paulus. "Wir können es nicht verantworten, dass Schiffe mit geretteten Menschen an Bord wochenlang im Mittelmeer treiben, weil sie keinen Hafen finden", schreibt er seinem Amtskollege

BERLINER MORGENPOST: Dem Ansturm nicht gewachsen / Kommentar von Thomas Fülling ...
Die Berliner müssen weiter damit rechnen, dass ihre U-Bahn ausfällt und sich verspätet. Denn der Großauftrag, mit dem die BVG ihre Wagenflotte erneuern will, verzögert sich wegen eines Rechtsstreits. Derweil wächst die Zahl der Berliner und Touristen, die mit Bus und Bahn durch Berlin fahren


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z