Rheinische Post: Das Klima braucht einen großen Wurf

Rheinische Post: Das Klima braucht einen großen Wurf

ID: 1753396
(ots) - von Eva Quadbeck

In Zeiten, als das politische Modell der großen Koalition noch
nicht in Verruf war, galt sie als Regierungsbündnis, das Großes
vollbringen kann. Blickt man auf die weltweite Finanzkrise zurück,
dann muss man der damaligen ersten großen Koalition unter Angela
Merkel attestieren, dass sie das Land tatsächlich souverän durch
diese schwierige Zeit gesteuert hat. In dieser Woche wird sich
entscheiden, ob Union und SPD noch einmal die Kraft für einen großen
Wurf haben. Es bedarf einer echten nationalen Klimawende - im besten
Fall mit internationaler Signalwirkung. Zwei wichtige Kriterien
müssen die Weichenstellungen der Regierung erfüllen: Die Klimapolitik
darf nicht wieder in das alte Muster verfallen, wonach gilt: Wasch
mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Nach jahrelanger
Umweltpolitik, die mehr Lippenbekenntnis als Gestaltung war, müssen
nun Maßnahmen beschlossen werden, die Wirkung zeigen. Zugleich aber,
und das ist das zweite Kriterium, dürfen Bürger und Wirtschaft nicht
überfordert werden. Es ist vertretbar, einen Preis für CO2 auszuloten
und emissionsarme Mobilität finanziell zu fördern. Doch anders als
bei der Strompolitik muss diese Klimawende vernünftig gesteuert
werden. Einfach nur die Preise steigen zu lassen und dabei kein Gramm
CO2 einzusparen, das können wir uns nicht mehr leisten. Nicht nur der
Energieverbrauch muss effizient werden, die Energiepolitik muss es
auch sein. Wir müssen umdenken und uns umstellen. Allerdings sollte
man auch nicht in Klimahysterie verfallen. Wenn vor der
Automobilausstellung IAA in Frankfurt Schilder mit "Hass"
hochgehalten werden, dann zeugt das von Dummheit. Der
skandalgeschüttelten Auto¬industrie ist viel Fehlverhalten
anzukreiden. Die Klimawende wird aber nicht ohne sie gelingen,
sondern nur mit ihr.





Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2627

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Saudi-Arabien Rheinische Post: Das falsche Kriterium
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 15.09.2019 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1753396
Anzahl Zeichen: 2211

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Düsseldorf



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 579 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Das Klima braucht einen großen Wurf"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Rheinische Post (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Gladbachs Neuhaus mag keine Kroos-Schweinsteiger-Vergleiche ...
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er

Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten

NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock


Weitere Mitteilungen von Rheinische Post


Rheinische Post: Das falsche Kriterium ...
von Marc Latsch Immer mehr Abiturienten beenden ihre Schullaufbahn mit einer Eins vor dem Komma. Die Lehrergewerkschaft GEW findet das gut. Es zeige den Ehrgeiz der jungen Menschen. Der Deutsche Hochschulverband findet das schlecht. Es zeige, wie die Anforderungen verwässerten. Dass sich beid

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Saudi-Arabien ...
Mit dem spektakulären Gegenangriff am Wochenende bekommt die Vormacht der Arabischen Halbinsel nun erstmals selbst eine empfindliche Rechnung präsentiert für den von ihr gegen die Huthis angezettelten Krieg. Gleichzeitig stößt US-Präsident Donald Trump an die Grenzen seiner aggressiven Iran

Mitteldeutsche Zeitung: MZ-Kommentar zur Flüchtlingspolitik ...
Horst Seehofer ist immer für Überraschungen gut - mal in die eine, mal in die andere Richtung. Im Sommer 2018 lieferte sich der Bundesinnenminister ein erbittertes Gefecht mit Kanzlerin Angela Merkel über die Zurückweisung von Flüchtlingen an den Außengrenzen. Jetzt, ein gutes Jahr später

Mitteldeutsche Zeitung: MZ-Kommentar zum Dieselskandal ...
Die geschädigten Verbraucher sind wieder einmal die Verlierer. Vier Jahre nachdem Volkswagens Schummelei mit der Abgassoftware aufgedeckt wurde, muss der überwiegende Großteil der VW-Kunden noch immer auf eine Entschädigung warten. Ein neues Klageverfahren, das aufgrund des Skandals ext


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z