Westfalen-Blatt: Kommentar zur Aufnahme von Bootsflüchtlingen
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Deutschland und angeblich auch Frankreich je ein Viertel der
Bootsflüchtlinge übernehmen, die vor der italienischen Küste gerettet
werden. Wenn die beiden bevölkerungsreichsten EU-Länder wirklich in
dieser Weise vorangehen, wäre das ein guter Anfang für eine
Verteilungsregelung. Noch ist aber längst nicht sicher, dass für die
andere Hälfte der Geretteten auch EU-Länder zu finden sind, die sich
engagieren wollen. Doch allein die Botschaft ist wichtig. Die in
diesem Zusammenhang geografisch benachteiligten Länder Italien und
Malta dürfen nicht allein gelassen werden mit der Frage, was mit den
Bootsflüchtlingen geschehen soll. Deren Zahl ist niedriger, als wir
es zuletzt schon erlebt haben. Deshalb scheint die Aufgabe
überschaubar zu sein. Ganz richtig machen kann man in dieser
Konstellation allerdings nichts. Es ist möglich, dass eine
Aufnahmeregelung mehr Menschen dazu bringt, sich auf den Weg zu
begeben. Doch die Bekämpfung der Fluchtursachen dauert. Wem es jetzt
schlecht geht, der wird darauf nicht warten.
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Westfalen-Blatt
Dominik Rose
Telefon: 0521 585-261
d.rose@westfalen-blatt.de
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Datum: 15.09.2019 - 21:00 Uhr
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