Wadephul: Bundesaußenminister Maas muss Initiative im UN-Sicherheitsrat ergreifen
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Eskalation am Golf vermeiden
Am 14. September wurden zwei Ölanlagen in Abqaiq und Churais in
Saudi-Arabien angegriffen. Dazu erklärt der stellvertretende
Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Johann David Wadephul:
"Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion fordert Bundesaußenminister Maas
auf, den Angriff auf Saudi-Arabien im UN-Sicherheitsrat zu
thematisieren. Es muss alles getan werden, um eine weitere Eskalation
zu vermeiden. Denn dies würde katastrophale Folgen für die Stabilität
und den Frieden in der Region mit weltweiten Auswirkungen nach sich
ziehen.
Deutschland als Mitglied des UN-Sicherheitsrates und die EU müssen
die Initiative ergreifen für Gespräche über die fragile
Sicherheitslage in der Golf-Region und die Beendigung des
Bürgerkriegs im Jemen, von dem ein immenses Gefahrenpotenzial
ausgeht. Insbesondere vom Iran erwarten wir Europäer, dass er sich in
Worten und Taten zu völkerrechtlichen Standards bekennt und die
Sicherheit seiner Nachbarn respektiert.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt, dass sich die saudische
Regierung trotz dieses schwerwiegenden Angriffs mit vorschnellen
Schuldzuweisungen gegenüber ausländischen Mächten zurückhält. Der
Angriff auf zentrale Einrichtungen der Öl- und Gasförderung trifft
Saudi-Arabien empfindlich. Ersten Schätzungen zufolge könnte die
Förderung von Öl und assoziiertem Gas dort zu beinahe 50 Prozent
unterbrochen werden. Etwa ein Zehntel des weltweit geförderten Öls
stammt aus Saudi-Arabien. Deswegen droht sich dieser Angriff, zu dem
sich die jemenitischen Huthi-Rebellen bekannt haben, nicht nur auf
die wirtschaftliche Lage des Landes auszuwirken, sondern auch auf die
globale ökonomische Stabilität und damit unmittelbar auch auf
Deutschland. Umso mehr zeugt die Reaktion der Regierung in Riad von
Besonnenheit."
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Datum: 16.09.2019 - 14:22 Uhr
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