Mitteldeutsche Zeitung: Prozess/ Sachsen-Anhalt/ Wird Pädophiler rückfällig?
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einem Dorf im nördlichen Saalekreis, könnten die schlimmsten
Befürchtungen wahr geworden sein. Ein verurteilter mutmaßlich
pädophiler Straftäter aus Baden-Württemberg, der nach Verbüßung einer
mehrjährigen Gefängnisstrafe 2018 in das Dorf gezogen war und damit
Anwohnerproteste ausgelöst hatte, soll zwischen Sommer 2018 und
Frühjahr 2019 mehrfach rückfällig geworden sein. Das berichtet die
in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonnabend-Ausgabe).
Derzeit wird dem 45-Jährigen vor dem Landgericht Halle wegen des
Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs von Kindern der Prozess gemacht.
Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.
Wie der Sprecher des Justizministeriums, Detlef Thiel, sagt, seien
im Februar und März 2019 bei der Staatsanwaltschaft Halle nach
"Anzeige der Führungsaufsichtsstelle" Verfahren eröffnet worden.
Dabei gehe es um Kontakt zu Kindern, den der unter Führungsaufsicht
stehende Angeklagte nicht haben durfte. Wie genau die Justiz auf die
mutmaßlichen Verstöße aufmerksam wurde, ließ Thiel offen. Nach
Prüfung der Vorwürfe habe es einen "dringenden Verdacht von
Sexualstraftaten" gegeben, weshalb die Staatsanwaltschaft
"unverzüglich Haftantrag" gestellt habe. Seitdem befindet sich der
Mann in Untersuchungshaft.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de
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Datum: 26.10.2019 - 02:00 Uhr
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