NOZ: Mögliches Verbot von Kunstrasenplätzen: Sportminister beraten über Bestandsschutz
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über Bestandsschutz
6000 Anlagen betroffen - Niedersachsens Sportminister Pistorius: Unverzichtbar
für den Sport - Auch Thema bei Umweltministern
Osnabrück. Das mögliche Verbot von Kunstrasenplätzen sorgt in vielen
Sportvereinen und Kommunen für Unsicherheit. Niedersachsens Sportminister Boris
Pistorius (SPD) hat sich jetzt für einen Bestandsschutz der Spielstätten
ausgesprochen, sollte es tatsächlich zu einem Verbot kommen. Der "Neuen
Osnabrücker Zeitung" teilte Pistorius mit, dass Mikroplastik zwar
nachgewiesenermaßen schädlich für die Umwelt sei. "Wir müssen aber auch
bedenken, dass die Kunststoffrasenplätze für den Sport und gerade den Fußball in
den Vereinen eine riesige Bedeutung haben." Die umstrittenen Spielstätten sind
in dieser Woche sowohl Thema auf der Sport- als auch auf der
Umweltministerkonferenz.
Bundesweit soll es etwa 6000 derartige Sportplätze geben. Im Zuge ihrer
Kunststoffstrategie will die EU-Kommission prüfen, ob die mit
Mikroplastik-Granulat gefüllten Plätze verboten werden sollen. Mit einer
Beratung wird ab Mitte 2020 gerechnet, ein Verbot soll nicht vor 2021 kommen. In
diesem Fall müsse der Spielbetrieb weiter gesichert sein, forderte Pistorius.
Kunstrasenplätze seien "vor allem in Großstädten und Ballungsräumen
unverzichtbar" für den Trainings- und Spielbetrieb.
Der SPD-Politiker will verhindern, dass die Plätze im Falle eines Verbots
umgehend stillgelegt und abgerissen werden müssen. Daher wolle er sich für einen
Bestandschutz und eine angemessene Übergangsfrist einsetzen. "Das hilft den
Vereinen und Kommunen vor Ort", so Pistorius. Niedersachsen hat auf der ab
Donnerstag tagenden Sportministerkonferenz in Bremerhaven einen entsprechenden
Antrag eingebracht.
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Datum: 07.11.2019 - 01:00 Uhr
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