Stuttgarter Zeitung: Kommentar Daimler
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sorgsam ausgefeilten Inszenierung folgen sollen. Wäre sie nach Plan verlaufen,
hätte die Öffentlichkeit am kommenden Donnerstag in London die lang angekündigte
Strategieansage des amtierenden Daimler-Chefs zu hören bekommen. Stattdessen
stößt sechs Tage vorher der Gesamtbetriebsrat ein öffentliches SOS-Signal aus.
Die Ouvertüre ist damit gründlich verpatzt. Den Investoren und Analysten mit
ihrem Blick auf Aktienkurs und Dividende wird es möglicherweise gefallen, dass
die Daimler-Geschäftsführung in internen Gesprächen die Marterinstrumente schon
auf den Tisch gelegt hat. Nach innen sind die mit dem Betriebsrat diskutierten
Maßnahmen eine Kampfansage: Kleine Kursänderungen werden nicht reichen, es
braucht den großen Umbruch. Für die Belegschaft ist es eine bittere
Enttäuschung, dass sie die Diesel-strafen nun direkt aus dem eigenen Geldbeutel
begleichen soll. Nach der verstolperten Ouvertüre steht Ola Källenius nun noch
mehr unter Druck.
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Datum: 08.11.2019 - 19:03 Uhr
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