Neue Studie: Leitungswässer liefern kaum Mineralstoffe
ID: 1771968
Verzehrsstudie des Max-Rubner-Instituts zu wichtigen Quellen für Kalzium und
Magnesium in unserer Ernährung. Doch welches Wasser liefert am meisten davon?
Eine aktuelle deutsche Studie zeigt, dass weiches Leitungswasser kaum
Mineralstoffe enthält. Erst Leitungswässer mit Härtegraden ab 17° dH weisen
nennenswerte Mengen an Kalzium und Magnesium auf - allerdings nur, wenn man
diese nicht mit Filtern (Ionenaustauscher) enthärtet. Wer Mineralstoffe tanken
möchte, greift besser zu Heilwässern. Kalziumreiche Heilwässer enthalten
mindestens 250 mg Kalzium pro Liter. In magnesiumreichen Heilwässern stecken
mindestens 100 mg Magnesium pro Liter. Die meisten Heilwässer können auch
täglich in größeren Mengen getrunken werden und schmecken ähnlich wie
Mineralwässer. Infos stehen auf dem Flaschenetikett. Kalzium- und
magnesiumreiche Heilwässer listet das Heilwasserverzeichnis auf
www.heilwasser.com. Auf der Website gibt es auch weitere Informationen über die
enthaltenen Mineralstoffe.
Studie zur Qualität von Trinkwasser in Haushalten
Da des Öfteren empfohlen wird, Leitungswasser statt Mineralwasser zu trinken,
wollten Forscher der Universität Hannover wissen, ob dies aus
ernährungsphysiologischer Sicht sinnvoll ist. Dafür untersuchten sie
Inhaltsstoffe der Leitungswässer in 35 Haushalten im Großraum Hannover. Die
Wasserhärte reichte von 1,8° dH (weich) bis zu 24° dH (sehr hart).
Je weicher das Wasser, desto weniger Mineralstoffe
Erstes Ergebnis: Die Angaben der örtlichen Wasserwerke wichen oft von den
gefundenen Werten ab, mal positiv, mal negativ. Zweite Erkenntnis: Je weicher
das Wasser, desto weniger Mineralstoffe enthielt es. Bei Wasserhärten unter 17°
dH lagen die Mengen an Kalzium deutlich unter 94 mg und bei Magnesium unter 22
mg pro Liter. Damit tragen diese Leitungswässer kaum zum täglichen Bedarf von
1.000 mg Calcium und 300-350 mg Magnesium bei.
Wasserenthärtung verringert wichtige Mineralstoffe
Erst ab Wasserhärten von 17° dH bei Kalzium und 24° dH bei Magnesium kommen
nennenswerte Mengen der Mineralstoffe vor. Das ist wenig erstaunlich, da Kalzium
und Magnesium zur Wasserhärte beitragen. Viele der Haushalte mit hartem Wasser
nutzten jedoch eine Wasserenthärtungsanlage, um ihr Wasser weicher zu machen.
Die Filter mit Ionenaustauschern führten aber dazu, dass der Kalzium- und
Magnesiumgehalt im Wasser um gut 75 Prozent sank. Während die Mineralstoffe im
Filter landeten, wurde Natrium ins Leitungswasser abgegeben, so dass der
Natriumgehalt des Wassers um durchschnittlich 880 Prozent stieg.
Leitungswasser liefert Flüssigkeit, aber kaum Mineralstoffe
Das Fazit der Forscher lautete: Trinkwasser aus der Leitung ist geeignet, um den
Flüssigkeitshaushalt auszugleichen, allerdings liefert es keinen relevanten
Beitrag zur Mineralstoffversorgung. Wer beim Trinken ganz nebenbei reichlich
Mineralstoffe tanken möchte, kann zu Heilwässern greifen. Diese natürlichen
Wässer sind in der Regel reich an Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium. Sie
sind sogar vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte offiziell
zugelassen, um einen Kalzium- oder Magnesium-Mangel zu vermeiden.
Als kalziumreich gelten Heilwässer ab etwa 250 mg Kalzium pro Liter, als
magnesiumreich ab etwa 100 mg Magnesium pro Liter. Die meisten in Flaschen
verkauften Heilwässer kann man auch täglich in größeren Mengen trinken -
Genaueres steht auf dem Etikett. Sie schmecken übrigens meist ähnlich wie
Mineralwässer. Erhältlich sind Heilwässer in gut sortierten Lebensmittel- und
Getränkemärkten. Weitere Informationen unter www.heilwasser-ratgeber.de
Detaillierte Informationen zur Studie "Qualität von Trinkwasser in Haushalten"
bietet die Website https://www.kmh.uni-hannover.de/ des Kompetenzzentrums
Mineral- und Heilwasser (KMH) an der Uni Hannover unter dem Stichwort
"Aktuelles".
Pressekontakt:
Informationsbüro Heilwasser
Anke Gebhardt-Pielen/Corinna Dürr
Von-Galen-Weg 9, 53340 Meckenheim
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Datum: 19.11.2019 - 10:26 Uhr
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