Rheinische Post: Bundesregierung droht Brütereien mit gesetzlichem Verbot des Kükentötens
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einem gesetzlichen Verbot des Kükentötens, wenn sie nicht in absehbarer Zeit auf
das Schreddern der männlichen Tiere verzichten. Über ihre Forderung nach einem
konkreten Vorschlag der Wirtschaftsseite für einen abgestuften Ausstieg aus dem
Töten der Eintagsküken habe Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU)
zuletzt Mitte Oktober mit den "wesentlichen Beteiligten" gesprochen, teilte ihre
Ministerium in einer Antwort auf eine schriftliche Frage der Grünen mit. "Ein
solcher Vorschlag liegt noch nicht vor", heißt es in dem Schreiben, das der
Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Mittwoch) vorliegt. Als Zeitpunkt für den
vollständigen Ausstieg sei aber an Ende 2021 festzuhalten. Ferner heißt es:
"Sollte sich der Prozess nicht wie erwartet fortsetzen, wird seitens der
Bundesregierung der Erlass einer gesetzlichen Regelung zur Beendigung des
Kükentötens mit verbindlichen Ausstiegsfristen nicht ausgeschlossen." Allerdings
hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, das Töten von
Eintagsküken "bis zur Mitte der Legislaturperiode" zu beenden. Die
Grünen-Politikerin Renate Künast sagte: "Die große Koalition bricht den eigenen
Koalitionsvertrag, um den Interessen der Agrarindustrie erneut den Vorrang vor
dem grundgesetzlich geregelten Tierschutz zu geben." Der im Grundgesetz
verankerte Tierschutz werde immer wieder mit dem Argument der Wirtschaftlichkeit
und durch regelmäßig verlängerte Ausnahmen ausgehebelt. Das müsse Klöckner
abstellen.
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Datum: 11.12.2019 - 00:05 Uhr
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