Grüne fordern Klima-Aufpreis für Fleisch
ID: 1780573
einen Aufpreis für Treibhausgase verteuern. "Zu den Sektoren, die bislang nicht
durch den europäischen Emissionshandel erfasst werden, gehört auch die
Landwirtschaft. Wir führen die Bepreisung von Klimagasen daher auch für
landwirtschaftliche Produkte ein, angefangen mit tierischen Lebensmitteln",
heißt es in einem bisher von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkten Beschluss
der Bundesdelegiertenkonferenz von Mitte November, über den die Tageszeitung
"taz" berichtet (Mittwochausgabe). "Auch die Landwirtschaft muss ihren Beitrag
zum Klimaschutz leisten. Deshalb sollte sie auch in die Bepreisung von
Klimagasen miteinbezogen werden", sagte Ko-Parteichef Robert Habeck nun der taz.
Möglich wäre nach dem Wortlaut des Beschlusses, dass für den Ausstoß von
Treibhausgas entweder Zertifikate gekauft oder eine Steuer gezahlt werden. Ein
höherer Preis für besonders treibhausgasintensive Produkte soll den Konsum
reduzieren und so das Klima entlasten.
Die Agrarbranche verursacht nach Zahlen des Umweltbundesamts direkt 7 Prozent
der deutschen Treibhausgase. Inklusive der durch die Landwirtschaft bedingten
Emissionen etwa in der Landnutzung, Kunstdünger- und Pestizidproduktion sind es
dem bundeseigenen Thünen-Agrarforschungsinstitut zufolge rund 14 Prozent. Für
ein Kilogramm Rindfleisch wird laut Beratern des Landwirtschaftsministeriums
23-mal so viel ausgestoßen wie für die gleiche Menge Gemüse.
Deshalb beschlossen die Grünen bei ihrem Bundesparteitag in Bielefeld, nicht nur
die Klimagas-Emissionen aus Verkehr und Wärme zu bepreisen, sondern auch die aus
der Landwirtschaft. "Der Beschluss kann als eine Kehrtwende gelten, nachdem das
Thema Konsum von Tierprodukten nach der Veggieday-Kampagne der Springerpresse
2013 jahrelang in der Partei gemieden wurde", sagte der taz Philipp Bruck,
Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Tierschutzpolitik der Grünen und
Abgeordneter im Bremer Landesparlament, der die Entscheidung initiiert hatte.
2014 hatte die Partei sogar die Aussage beschlossen, es sei ihr "herzlich egal",
ob "jemand am Donnerstag Fleisch isst oder nicht". "Heute sind Partei und
Gesellschaft weiter, eine Steuer oder Abgabe auf Fleisch und Milch löst keine
Panik mehr aus", so Bruck.
---
Bitte verlinken Sie, wenn möglich, den Originalartikel:
https://taz.de/CO2-Steuer-auf-Fleisch/!5646394/
Pressekontakt:
taz - die tageszeitung
taz Redaktion Wirtschaft & Umwelt
Telefon: +49-30-25902-227
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/42630/4472591
OTS: taz - die tageszeitung
Original-Content von: taz - die tageszeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.12.2019 - 10:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1780573
Anzahl Zeichen: 3027
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umweltpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 931 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Grüne fordern Klima-Aufpreis für Fleisch"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
taz - die tageszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
(Brot für die Welt hat nach Erscheinen des Artikels das Zitat im 2. Absatz dahingehend korrigiert, dass rund 60 Prozent des in Deutschland verbrauchten Weizens in Trog und Tank landeten, also nicht 80 Prozent des Weizens in Deutschland.) Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" hat d
Brot für die Welt verteidigt Indiens Exportverbot für Weizen / Regierung verhindere Hunger im eigenen Land. Statt das zu kritisieren sollten die G7 ihren Verbrauch für Kraftstoff und Futter reduzie ...
Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" hat die Kritik der G7-Staaten an Indiens Exportverbot für Weizen zurückgewiesen. "Es ist nur gerechtfertigt, wenn die indische Regierung Hunger im eigenen Lan durch einen Ausfuhrstopp verhindern will", sagte Francisco Marí, Welte
FDP sieht Pläne für weniger Biosprit skeptisch / Kraftstoff aus Pflanzen sei nötig im Kampf gegen Klimawandel, so Vizefraktionschefin Konrad. Sie sieht keine große Konkurrenz zu Lebensmittelproduk ...
Die von mehreren Bundesministerien angestrebte Reduzierung des Einsatzes von Lebensmitteln als Kraftstoff droht an der FDP zu scheitern. "Biokraftstoffe sind eine wichtige Technologie zum Übergang in die Klimaneutralität des Verkehrs und oftmals durch den Einsatz von Abfällen und Reststoff
Weitere Mitteilungen von taz - die tageszeitung
Das Klimapaket als Weihnachtsgeschenk der Regierung an die Bürger ist leider vom Umtausch ausgeschlossen. ...
Mit der gegenwärtigen Klimapolitik und dem selbst aufgebauten Druck „der Notwenigkeit sofortigen Handelns“, droht eine dramatische Schwächung der Deutschen Wirtschaft. Die grüne Politik und die mit ihr verbundenen ökologischen Aktivisten betrachten sich als zukunftsorientiert und sozial for
Spenden-Aufruf des UTR |Umwelt|Technik|Recht| e.V. gegen Klimawahn und Klimaterror. ...
Angeblich friedliche Klimaproteste die im gewalttätigen Öko Faschismus enden, in unserer Gesellschaft keinen Platz haben und die Energiewende nicht zur Armutsfalle vieler Menschen werden darf. Für gerechte Lösungen eintreten, Radikalismus und Terror ächten und sozialen Frieden einfordern. Und t
Greenpeace zum erwarteten Ende der Weltklimakonferenz: Angriff auf das Herz des Pariser Abkommens ...
Madrid, 15. Dezember 2019 Zum erwarteten Ende der Weltklimakonferenz in Madrid kommentiert Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser: Diese Klimaschutzkonferenz war ein Angriff auf das Herz des Pariser Abkommens. Sie verrät all jene Menschen, die weltweit längst unter den Folgen der Klimakri
Einige Menschen profitieren vom Klimawandel-Geschäft, die Mehrheit zahlt oder rutscht in die Armut. ...
Einige Menschen profitieren vom Klimawandel-Geschäft, die Mehrheit zahlt oder rutscht in die Armut. Viele Milliarden Euro Subventionen wurden für Wind- und Sonnenenergie verpulvert. Ergebnis: Deutschland hat die höchsten Strompreise in Europa. Die Versorgungssicherheit ist nicht mehr gewährleis




