NDR Umfrage: Grüne in Hamburg ziehen gleich mit SPD
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Rennen um Platz eins noch spannender: SPD und Grüne liegen aktuell gleichauf.
Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im
Auftrag des NDR.
Wenn schon am kommenden Sonntag eine neue Bürgerschaft in der Hansestadt gewählt
würde, kämen SPD und Grüne jeweils auf 29 Prozent. Die Grünen legen seit der
letzten Umfrage im Dezember 2019 damit noch einmal um drei Prozentpunkte zu.
Auch die SPD verbessert sich, allerdings nur um einen Prozentpunkt. Deutlich
abgeschlagen die CDU: Sie käme zurzeit nur auf 15 Prozent (minus zwei
Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Umfrage). In der Bürgerschaft vertreten
wären außerdem wieder die Partei Die Linke mit neun Prozent (minus zwei), die
FDP mit sieben (plus eins) und die AfD mit ebenfalls sieben Prozent
(unverändert). Bei einem entsprechenden Wahlausgang könnten SPD und Grüne ihre
gemeinsame Regierung in Hamburg fortsetzen. Völlig offen wäre bei diesem Stand,
welche Partei den Senat führen und über die Regierungsspitze bestimmen würde.
Die Arbeit des aktuellen Senats bewerten die Mehrheit der Hamburgerinnen und
Hamburger positiv. 60 Prozent der Befragten sind damit zufrieden oder sehr
zufrieden. Das ist auch im bundesweiten Vergleich ein hoher Wert. Dies spiegelt
sich auch in der Politikerzufriedenheit wider. Bürgermeister Peter Tschentscher
ist weiterhin mit Abstand der populärste Spitzenkandidat in Hamburg: 59 Prozent
sind mit seiner politischen Arbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Die
Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank erreicht hier 41 Prozent. Beide
konnten ihre Werte seit Dezember steigern. Deutlich schlechter schneiden die
Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Opposition in Hamburg ab. Auf Platz
drei landet erneut Cansu Özdemir (Die Linke) mit 33 Prozent. Sie liegt damit
weiterhin vor Marcus Weinberg von der CDU (18 Prozent).
Bei einer Direktwahl des Ersten Bürgermeisters würde Amtsinhaber Peter
Tschentscher klar vorne liegen. 50 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger
würden sich für ihn entscheiden. Hingegen sähen ein Viertel der Befragten lieber
die Grünen-Herausforderin Katharina Fegebank als Erste Bürgermeisterin.
Tschentscher überzeugt mehrheitlich nicht nur die Sozialdemokratinnen und
Sozialdemokraten, sondern auch die Anhängerinnen und Anhänger von CDU und FDP.
Fegebank punktet bei den Unterstützerinnen und Unterstützern der eigenen Partei,
würde bei einer Direktwahl aber auch aufseiten der Linken bevorzugt.
Beim Blick auf die drängendsten Probleme der Stadt liegen zwei Themen mit
Abstand vorn. Zum einen ist dies die Verkehrspolitik. Fast vier von zehn
Befragten geben diesem Politikfeld die höchste Priorität (39 Prozent). Zum
anderen beschäftigt viele die angespannte Situation auf dem Hamburger Miet- und
Wohnungsmarkt (33 Prozent). Die Schul- und Bildungspolitik rangiert deutlich
dahinter (19 Prozent), gefolgt von Umwelt- und Klimaschutz (18 Prozent). Fragen
der Flüchtlingspolitik und Zuwanderung beschäftigen zurzeit nur noch 12 Prozent
(minus 20 Prozentpunkte seit 2015). Kaum Anlass zur Sorge bereiten den meisten
Hamburgerinnen und Hamburgern zurzeit die Bereiche innere Sicherheit und
Arbeitslosigkeit.
Für diese Umfrage befragte Infratest dimap im Zeitraum vom 2. bis 7. Januar 2020
insgesamt 1000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren in Hamburg. Die statistische
Fehlertoleranz liegt bei 1,4 Prozentpunkten (bei einem Anteilswert von 5
Prozent) bis 3,1 Prozentpunkten (bei einem Anteilswert von 50 Prozent).
Alle Ergebnisse stehen ab sofort unter www.NDR.de.
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Datum: 09.01.2020 - 12:06 Uhr
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