Tief enttäuscht / Prinz Harry und seine Frau Meghan brüskieren die Queen. Dabei war es ein angekü

Tief enttäuscht / Prinz Harry und seine Frau Meghan brüskieren die Queen. Dabei war es ein angekündigter Zusammenbruch der Beziehungen. Gründe dafür gab es genug. Leitartikel von Jochen Wittmann

ID: 1783945
(ots) - Es war ein Paukenschlag: Prinz Harry und seine Frau Meghan
gaben ihren Rückzug von royalen Pflichten bekannt. Ganz unkonventionell auf
ihrer Instagram-Seite verkündeten sie, dass sie "finanziell unabhängig" werden
wollen und nicht mehr ausschließlich im Königreich, sondern auch in Nordamerika
leben werden. Nach ihrem Rücktritt als "senior royals", also als ranghohe
Königliche Hoheiten, wollten sie aber weiterhin die Queen unterstützen.
Gerechnet hatte damit niemand. Zwar hatte es im Vorfeld Gespräche zwischen dem
Buckingham Palast und dem Herzogspaar von Sussex über die Gestaltung ihrer
Zukunft gegeben, aber die Ankündigung war nicht abgesprochen. Elizabeth II. und
ihr Sohn, der Thronfolger Prinz Charles, sind tief enttäuscht über den
gravierenden Schritt Prinz Harrys, in den sie weder eingeweiht waren, geschweige
denn dass sie ihn mitgestalten konnten. Zwei Bilder waren wohl der Auslöser für
Harrys und Meghans Bruch mit den Royals. Bei ihrer traditionellen
Weihnachtsansprache saß die Queen an einem Schreibtisch, neben ihr Fotos von
Mitgliedern der engeren Familie. Aber Harry und Meghan waren nicht dabei. Ein
paar Tage später ließ Prinz Charles ein Foto veröffentlichen, auf dem er, die
Queen sowie die nächsten beiden Thronfolger, Prinz William und dessen Sohn Prinz
George zu sehen waren. Das Bild sollte nicht ganz unsubtil die Botschaft
vermitteln, wie sich Charles die Zukunft der Royals vorstellt: Eine verschlankte
Monarchie, reduziert auf die Monarchin und ihre Erben. Harry und Meghan müssen
sich ausgeschlossen gefühlt haben. Die Reaktion der britischen Presse war
ziemlich vernichtend für das Herzogspaar. Trotz seiner vielen Privilegien keine
Aufgaben mehr wahrnehmen wollen, war der Tenor, sei schon schlimm genug. Aber
mit der Art und Weise ihrer Ankündigung, die Monarchin zu brüskieren, das ginge
gar nicht. Dabei war es ein angekündigter Zusammenbruch der Beziehungen. Harry


war schon länger unglücklich in seiner Rolle als Royal. Immer wenn er eine
Kamera aufblitzen sehe, hatte der Prinz geklagt, würde er an seine Mutter Lady
Diana erinnert, die auf der Flucht vor Paparazzi bei einem Autounfall starb. Das
Schicksal, als Royal erbarmungslos von den Medien verfolgt zu werden, wolle er
sich und seiner Frau ersparen. In einem Interview im letzten Herbst sprach er
über die Belastungen als Mitglied der Königlichen Familie und über die
Entfremdung mit seinem Bruder Prinz William. Schon damals klang an, dass er über
einen Situations- und Ortswechsel nachdachte. Einige Kommentatoren vermuten,
dass die treibende Kraft hinter dem Bruch mit dem Palast seine Ehefrau Meghan
ist. Von einem "Megxit" ist die Rede. Zu schaffen machten der 38-Jährigen mit
afroamerikanischem Hintergrund vor allem Anfeindungen in den sozialen Medien,
aber auch in der britischen Presse, die bisweilen rassistische Untertöne
zeigten. Die Kritik an ihr dürfte jetzt nicht weniger werden. Der Bruch mit dem
Palast wirft viele Fragen auf. Wie soll das gehen, "finanziell unabhängig"
werden zu wollen? Auch als Royal im Hintergrund kann man nicht einfach jeden Job
übernehmen. Aber Harry und Meghan sind nicht arm dran. Er hat von seiner Mutter
und Urgroßmutter geerbt, sein privates Vermögen wird auf rund 30 Millionen Pfund
geschätzt. Sie hat in ihrer Schauspielkarriere ebenfalls gut verdient und gilt
als Millionärin. Noch ist unklar, wie weit Harrys Bruch mit der Königlichen
Familie gehen soll. Es werden allerdings jetzt schon Vergleiche mit Edward VIII.
bemüht, der 1936 als König zurücktrat, um seine amerikanische Geliebte Wallis
Simpson zu heiraten. Das hatte damals zu einer handfesten Krise des Königshauses
geführt und Edward zu einem Paria bei den Windsors gemacht. Er musste fortan als
Exil-Royal im Ausland leben und wurde bei Hof nicht mehr empfangen.

Pressekontakt:

Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/62544/4488062
OTS: Mittelbayerische Zeitung

Original-Content von: Mittelbayerische Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Kommentar: Kamp-Lintfort geht alle an Seilbahn-Idee als Weckruf / Kommentar von Thomas Schubert
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.01.2020 - 21:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1783945
Anzahl Zeichen: 4499

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Regensburg



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 759 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Tief enttäuscht / Prinz Harry und seine Frau Meghan brüskieren die Queen. Dabei war es ein angekündigter Zusammenbruch der Beziehungen. Gründe dafür gab es genug. Leitartikel von Jochen Wittmann"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Mittelbayerische Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Dunkle Wolken am Tag der Arbeit / Die Gewerkschaften stehen vor großen Herausforderungen. Hohe Tarifforderungen sind nachvollziehbar, aber sie dürfen die Inflation nicht zu sehr befeuern. ...
Zukunft geMAInsam gestalten, so hatten die DGB-Gewerkschaften den gestrigen Tag der Arbeit, nun ja nicht besonders originell, überschrieben. Das fade Motto täuscht freilich nicht darüber hinweg, dass die Gewerkschaften hierzulande vor riesigen Herausforderungen stehen. Nach zweieinhalb Jahren C

Als Ministerin untragbar Anne Spiegel hat mit ihrem Verhalten nach der Flutkatastrophe an der Ahr ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Notfalls muss der Kanzler sie rauswerfen. Von Reinhard Zweigler ...
Was waren die Beileidsbekundungen der heutigen Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen eigentlich wert, die den Hochwasseropfern an der Ahr Betroffenheit bekundete? Ihr sei das Herz schwer und die Trauer lasse sie nicht los, sagte sie zu Beginn der Katastrophe. Doch kurz darauf packt

Die Impfpflicht macht Sinn / Gerade weil viele in der gefährdeten Generation Ü60 noch keine Impfung haben, könnte gesetzlicher Druck Unentschlossene zu dem Pieks bewegen. / Von Reinhard Zweigler ...
Es ist schon seltsam, wie schnell das Drama des Ukraine-Krieges das Aufregerthema der vergangenen zwei Jahre in den Hintergrund gedrängt hat. Corona - war da noch was? Gefühlt ist die Pandemie doch schon vorbei, trotz hoher Infektionszahlen. Die in vielen Bundesländern vollzogenen Lockerungen,


Weitere Mitteilungen von Mittelbayerische Zeitung


Kommentar: Digitalpolitik beginnt in den Köpfen ...
Wenn es um die Digitalkompetenz der Bundesregierung geht, sind zwei Zahlen von besonderer Bedeutung: zwei und fünf. Nur zwei Prozent der Deutschen halten das schwarz-rote Kabinett laut einer Umfrage in diesem Bereich für sehr kompetent. Dabei gibt es mit den Ministern Peter Altmaier, Anja Karl

Kommentar: Kamp-Lintfort geht alle an ...
Was in Kamp-Lintfort vor sich geht, markiert einen Tiefpunkt des gesellschaftlichen Klimas und muss alle alarmieren, die unsere Demokratie für eine Errungenschaft halten. Doch, so groß, so ernst ist es. Dass sich ein Amtsträger bewaffnen will, weil er glaubt, sich und seine Familie nur so vor

Sachsen-Anhalt/Gesundheit Rettung des Burgenlandklinikums durch dieöffentliche Hand gescheitert ...
Die 1 500 Mitarbeiter des Klinikums Burgenlandkreis können nicht länger auf eine Rettung ihres Unternehmens durch die öffentliche Hand hoffen. Das Universitätsklinikum Halle, das 51 Prozent des insolventen Betriebs übernehmen wollte, zieht sein Kaufangebot zurück. Das bestätigte der Vorst

Mitteldeutsche Zeitung zur Bonpflicht ...
Denn es hat einen Sinn, dass ab sofort jeder Umsatz (auch der kleinste beim Bäcker) lückenlos dokumentiert werden soll. Das Schummeln gegen die Staatskasse - das es in der Wirtschaft immer gab - soll stärker unterbunden werden. Das geht nur mit strengen Regeln. Offensichtlich waren diese


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z