Kommentar / Geschmacklos und ausgrenzend = Von Martin Kessler
ID: 1794087
Bürgersinn sind dagegen Fremdwörter für die Rechtspopulisten. Einen Beweis für
Geschmacklosigkeit und Fremdenfeindlichkeit legte die Rechtsaußen-Partei allem
Anschein nach mit ihrem Malbuch vor, das sie jetzt bei einer AfD-Veranstaltung
in Krefeld auslegte, und in dem sie scheinbar satirisch von ihr vermutete
Zustände in Schwimmbädern und auf Autobahnen hierzulande schildert. Fotos, die
von den Zeichnungen kursieren, zeigen allerlei fremdenfeindliche Klischees mit
Badegästen oder Autofahrern aus fernen Ländern, die sich bei uns angeblich
permanent daneben benehmen.
Der Wahrheitsgehalt spielt kaum eine Rolle. Dafür ist die Intention um so
klarer. So tief ist Deutschland gesunken, will uns der Zeichner klarmachen,
wobei er kein Vorurteil über angeblich schießwütige, übergriffige oder
rücksichtslose Einwanderer auszulassen scheint. Es muss eben so aussehen, als
sei die "Massenmigration" die Ursache allen Übels.
Doch wer sich jetzt empört und das Verbot dieses zeichnerischen Unrats fordert,
ist schon auf die Provokation der AfD hereingefallen. Denn die beklagt dann
scheinheilig die Einschränkung der Kunstfreiheit und sieht finstere
"Linksextremisten der Antifa" am Werke. Nein, umgekehrt wird ein Schuh daraus.
Wer für sich die Kunst- und Meinungsfreiheit für einen solchen Unsinn
einfordert, der darf sich nicht wundern, dass andere dies als geschmacklos und
ausgrenzend kritisieren. Das gehört ebenfalls zur Meinungsfreiheit. Es gibt nun
mal auch schlechte Satire, die obendrein den Hass in der Gesellschaft schürt. In
einem freien Land müssen die Anständigen solche Dummheiten leider ertragen,
dürfen und müssen sie aber auch als solche benennen. Wir sind so frei, egal ob
das den selbsternannten Hütern der Meinungsfreiheit gefällt oder nicht.
www.rp-online.de
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2627
Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/30621/4524016
OTS: Rheinische Post
Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.02.2020 - 21:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1794087
Anzahl Zeichen: 2358
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 530 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kommentar / Geschmacklos und ausgrenzend = Von Martin Kessler"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Kommentar / Außenseiter erzielt bei der CDU das erste Tor = Von Gregor Mayntz ...
Politik und Fußball ähneln einander. Es geht um Chancenverwertung. Wenn der Ball rollt, muss der ihn reinmachen, der ihn sich erspielen kann. Während die Mitspieler am Anstoßpunkt noch die Lage erörterten, hat sich Norbert Röttgen einfach mal den Ball erobert und das erste Tor erzielt. Chan
Kommentar zu Thüringen ...
Wer wollte es der Thüringer CDU verdenken, dass sie zögerlich auf Bodo Ramelows Idee reagiert? Zumal Christine Lieberknecht komplett aus der Landespolitik ausgeschieden ist - und das nicht unbedingt in Harmonie mit Fraktion und Landespartei. Ramelows Personalvorschlag hat allenfalls den Cha
Das Ringen um den CDU-Parteivorsitz Von Teamgeist keine Spur Lothar Schmalen, Düsseldorf ...
Erst Friedrich Merz, Jens Spahn und Armin Laschet - und jetzt auch Norbert Röttgen. Das Potenzial an Bewerbern in der NRW-CDU für den Parteivorsitz scheint unerschöpflich. Bedenkt man, dass mit Generalsekretär Paul Ziemiak und Bundestagsfraktionschef Ralph Brinkhaus weitere NRW-Christdemokrate
Das Erste, Mittwoch, 19. Februar 2020, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD Morgenmagazin ...
7.05 Uhr, Christine Lamprecht, SPD, Bundesjustizministerin, Thema: Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität 8.05 Uhr, Hubertus Heil, SPD, Bundesminister für Arbeit und Soziales, Thema: Grundrente Pressekontakt: Weitere Informationen unter www.ard-morgenmagazin.de




