Greenpeace-Kommentar zum geplanten Atommüll-Export während der Coronavirus-Pandemie
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"Urenco will einmal mehr seine Geschäftsinteressen über die Gesundheit von Menschen stellen. Entgegen des Wunsches der Behörden nach Aussetzen des Transports hält Urenco stur an den Atommüll-Exporten nach Russland fest. Das ist nicht nur eine beispiellose Provokation - Urenco nimmt damit auch die Gefährdung von Menschen an der gesamten Transportstrecke bewusst in Kauf. Wird UF6 in Folge eines Unfalls freigesetzt, kann dies zu schweren Lungenverätzungen in bis zu einigen Kilometern Entfernung führen.
Im ganzen Land wird gerade darum gerungen, in den Krankenhäusern Kapazitäten insbesondere für die Behandlung von Lungenerkrankungen freizuschaufeln. Und dann will Urenco einen Transport auf den Weg bringen, der im Schadensfall genau diese Kapazitäten beschneidet. Das ist unverantwortlich und ein Skandal.
Greenpeace fordert ein allgemeines Exportverbot für abgereichertes UF6. Zudem muss ein echter Atomausstieg auch einen gesetzlichen Ausstieg aus der Herstellung von Kernbrennstoff in Gronau und Lingen beinhalten."
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Datum: 05.04.2020 - 15:22 Uhr
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