ZZF empfiehlt während der Corona-Krise: Katzen sollten im Haus bleiben
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Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) erwähnt auf seiner Website eine Studie, in der festgestellt wurde, dass Katzen Antikörper gegen SARS-CoV-2 gebildet haben, was auf eine durchgemachte Infektion schließen lässt. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass Katzen das Corona-Virus auf den Menschen übertragen können. So sehen nach wie vor das FLI als auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Heimtiere nicht als relevant für die Ausbreitung der Seuche an. Die Experten gehen auch weiterhin davon aus, dass Hunde sich nicht infizieren.
Laut Friedrich-Loeffler-Institut sei zudem unklar, ob sich das Virus in Katzen vermehren kann und von ihnen wieder ausgeschieden wird, also ob Katzen unter besonderen Bedingungen auch Artgenossen anstecken können. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) hält eine Ansteckung unter Freigängern für unwahrscheinlich: "Katzen sind eher Einzelgänger und halten aufgrund ihres natürlichen Verhaltens üblicherweise einen ausreichend großen Abstand zueinander ein", erklärt Jörg Turk, stellv. ZZF-Geschäftsführer. Dennoch empfiehlt der ZZF, bei zufälligen Begegnungen mit Freigänger-Katzen zum beiderseitigen Schutz bis auf weiteres auf das Streicheln der Nachbarskatze zu verzichten.
Infizierte Personen sollten beim Kontakt zu ihren Haustieren besonders auf Hygiene achten, engen Kontakt möglichst vermeiden, die Tiere nicht anhusten oder anniesen und sich von den Tieren nicht durchs Gesicht lecken lassen. Katzen in Quarantäne-Haushalten sollten nicht mehr rausgelassen werden, rät das Friedrich-Loeffler-Institut auf seiner Website. Auch sei es besser, wenn Katzen aus Quarantäne-Haushalten nicht mit fremden Katzen untergebracht werden, etwa in einer Katzen-Pension. Jörg Turk vom ZZF empfiehlt zusätzlich: "Wenn möglich, sollten Katzenhalter ihre Tiere derzeit vorsorglich in der Wohnung halten."
Der Verzicht auf Streifzüge durchs Revier ist für viele Katzen nicht einfach: "Katzenhalter, die ihre Freigänger für eine gewisse Zeit zu Stubenhockern umerziehen müssen, sollten sich intensiv mit ihren Tieren befassen.
Wenn die Tiere ausgiebig beschäftigt werden, können sie im Haus aber durchaus tierschutzgerecht gehalten werden", sagt Jörg Turk. Zuallererst müssen Katzenhalter alle Kippfenster und Balkone sichern. Anderenfalls könnten die Tiere versuchen zu entwischen und sich verletzen, indem sie beispielsweise im Fensterspalt hängen bleiben. Wer für seinen Freigänger eine Katzenklappe installiert hat, sollte diese natürlich verriegeln.
Mit dem passenden Spielzeug wird das Toben im Wohnzimmer zum Vergnügen für Mensch und Tier. Diese Spiele sollten so gestaltet werden, dass die Katze dabei ihrem natürlichen Jagdtrieb nachgehen kann. Beispiele sind "Schätze" aus Verstecken angeln oder auf ein Stoffstück springen, das mit einem Band herumgezogen wird. Anschließend sollte solches Spielzeug sicher verstaut werden, damit sich das Tier nicht versehentlich in Band oder Schnur verfängt.
Wohnungskatzen benötigen darüber hinaus Kletter- und Kratzbretter, mehrere Liegeplätze, kuschelige Höhlen sowie einen Ausguck, zum Beispiel auf einem Kratzbaum.
Wenn die Katze häufig ihr Geschäft draußen verrichtet hat, muss sie wieder an eine Katzentoilette gewöhnt werden. Diese muss regelmäßig vom Halter gesäubert werden. Wer mehr als eine Katze hält, sollte für jede ein Klo an einem eigenen Ort aufstellen.
Hygiene ist auch im Umgang zwischen Halter und Katze oberstes Gebot. Katzenhalter sollten sich nach jedem Tierkontakt gründlich die Hände waschen. Es gibt keinen Grund, Katzen vorsorglich in Tierheime abzugeben. Die Tiere können sich von einer Sars-Cov-2-Infektion erholen.
Pressefoto und Quellen:
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Datum: 08.04.2020 - 14:30 Uhr
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