WAZ: Die Konflikte in Pflegeheimen mit Besuchern nehmen zu
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Helmut Wallrafen, Vorstand des Verbandes der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen in NRW, ergänzte gegenüber der WAZ, es gebe einerseits sehr vorsichtige Besucher, aber anderseits auch jene, denen Schutzregeln völlig egal seien. "Die Tendenz, uns saftige Beschwerdebriefe zu schreiben oder Mitarbeiter vor Ort anzugehen, weil man auf den Sicherheitsabstand hinweist, nimmt zu." Die Heime stellten Masken, die anfangs Mangelware waren und inzwischen sogar abgelehnt würden.
Angehörige beklagen ihrerseits, dass viele Heime ihnen den Zugang verwehrten, obwohl Besuche unter Auflagen des Landes seit Anfang Mai möglich sind. Träger der freien Wohlfahrt werben für Verständnis: Die Caritas NRW unterstreicht, dass der Spagat zwischen dem Schutz aller Heimbewohner und ihrer Selbstbestimmung eine große Herausforderung sei. "Wir wollen unsere Bewohner nicht einschränken, aber die Verantwortung für die Einhaltung der Schutzmaßnahmen liegt bei den Heimen", sagte ein Sprecher.
Das Land NRW hat auf die Situation reagiert und am Freitag eine Dialogstelle eingerichtet, um Konflikte in Pflegeheimen zu befrieden.
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Datum: 06.06.2020 - 05:00 Uhr
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