Weltalphabetisierungstag (08.09): Kein Geld für die Bildung (FOTO)
ID: 1841793

(ots) - Die Corona-Pandemie könnte massive finanzielle Auswirkungen auf den weltweiten Bildungssektor haben - und damit Millionen Kinder ihr Recht auf Bildung nehmen. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer zum Tag der Alphabetisierung am 8. September hin. Bereits vor Ausbruch der Pandemie sei die Bildung in vielen Ländern unterfinanziert gewesen: Weltweit hätten 148 Milliarden Dollar gefehlt, um das Ziel zu erreichen, bis 2030 jedem Kind eine qualitativ hochwertige Bildung zu garantieren. "Diese finanzielle Lücke könnte nach Schätzungen um ein Drittel wachsen. In einem Großteil der Länder sind die Einnahmen massiv zurückgegangen. Gleichzeitig haben die Staaten zusätzliche Aufgaben zu bewältigen", sagt Boris Breyer, Sprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit. Geld fließe aktuell in die soziale Absicherung der Menschen, die in der Coronakrise in Existenznot geraten sind, sowie in die Gesundheitssysteme.
Es sei damit zu rechnen, dass die Bildungsbudgets heruntergeschraubt würden oder geplante Erhöhungen ausblieben. Beispielsweise könnten in Afrika südlich der Sahara die Pro-Kopf-Ausgaben für Bildung nach Prognosen der Weltbank um 4,2 Prozent sinken. In den Entwicklungsländern könnten im nächsten Jahr 100 bis 150 Milliarden Dollar weniger für die Bildung ausgegeben werden als geplant.
Zu den Einsparungen der Staaten komme die Not der Familien. Nach Schätzungen könnten weltweit 100 Millionen weitere Menschen in die extreme Armut rutschen. "Wer nicht weiß, was er am nächsten Tag essen soll, kann keine Bücher oder Schulgeld bezahlen! Eher werden Kinder zum Arbeiten geschickt, damit die Familien überleben", sagt Breyer.
Auch die Qualität der Bildung drohe weiter abzusinken. "Schon vor der Pandemie konnte in den Entwicklungsländern über die Hälfte aller Kinder unter elf Jahren nicht oder kaum lesen und rechnen. Wenn Gelder gestrichen werden, wird die Zahl ansteigen", sagt Breyer. "Wir müssen die finanziellen Mittel bereitstellen, um Kindern das Recht auf Bildung zu garantieren. Für viele ist das die einzige Chance, der Armut zu entkommen. Es geht um das Schicksal einer ganzen Generation!"
Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder aus armen Familien während der Corona-Pandemie mit vielfältigen Bildungsangeboten. So stellen sie vielerorts die Ausrüstung für das Online-Lernen zur Verfügung und tragen dafür Sorge, dass möglichst viele Jungen und Mädchen ihre Bildung fortführen können.
Spendenkonto:
SOS-Kinderdörfer weltweit
IBAN DE22 4306 0967 2222 2000 00
Stichwort: "Coronahilfe weltweit"
Pressekontakt:
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Stellvertretender Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-287
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/4698617
OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit
Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.09.2020 - 10:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1841793
Anzahl Zeichen: 3139
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1951 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weltalphabetisierungstag (08.09): Kein Geld für die Bildung (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SOS-Kinderd (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Deshalb ruft die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer gemeinsam mit CEWE die Menschen in Deutschland zu Spenden auf. Das Besondere daran: Alle Spenden, die am 29. November bis 24 Uhr bei den SOS-Kinderdörfern weltweit eingehen, werden verdoppelt. CEWE hat dafür insgesamt 50.000 Euro eingeplant.
Hexenkinder in Afrika: Klimawandel, Krankheiten, Kostenanstieg: Warum Kinder in Ländern wie Benin, Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo willkürlich als Sündenböcke für Krisen herhalten m ...
Das Ausbleiben der Ernte, der Tod eines Familienmitglieds oder ansteigende Preise: "Geschieht im Ort etwas Negatives, macht man sich auf die Suche nach einem Schuldigen für die Misere. Hierzulande sind es häufig Kinder, die als Hexer:innen stigmatisiert werden", erklärt Armand Tchoffo
Pakistan: Fast vier Millionen Kinder von medizinischer Versorgung abgeschnitten (FOTO) ...
Je weiter die Überschwemmungen in Pakistan zurückgehen, desto sichtbarer werden die Folgen der Flutkatastrophe: Nach Angaben der SOS-Kinderdörfer sind fast vier Millionen Kinder sind derzeit von der medizinischen Versorgung abgeschnitten, für mehr als 650.000 schwangere Frauen ist es schwierig
Weitere Mitteilungen von SOS-Kinderd
BEST OF US: Videopremiere des Radiosongs 2020 / Am Bandprojekt WIER beteiligen sich 18 nationale und internationale Künstler*innen, um dem Song BEST OF US ihre Stimme zu geben (FOTO) ...
Bei über 100 Radiosendern ging der Song "BEST OF US" on air, um ein akustisches Zeichen für den Zusammenhalt zu setzen. Das Musikprojekt wurde von der Radiozentrale im Zusammenschluss mit der deutschen Radiolandschaft initiiert, um dem "Wir" eine Stimme zu geben und für ein vi
WeltRisikoBericht 2020: Vorankündigung und Interviewangebot ...
Am 15.09.2020 erscheint der WeltRisikoBericht 2020 mit dem Schwerpunktthema Flucht und Migration. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie erläutert der wissenschaftliche Bericht die Zusammenhänge zwischen Flucht, extremen Naturereignissen und dem Klimawandel. Der Bericht enthält zudem den diesjä
Kindern in der Krise helfen - Prominentenpower via Kasseneinsatz / Karat, Ute Freudenberg, Heiko und Roman Lochmann sowie Sven Hannawald unterstützen "Aufrunden bitte!" gegen Kinderarmut (F ...
Schon heute steht fest: Kinder sind die Verlierer der Corona-Pandemie. Über 2,8 Millionen Kinder in Deutschland sind schon heute von Armut betroffen - Zahl steigend. Die gemeinnützige Stiftung DEUTSCHLAND RUNDET AUF ermöglicht es allen Menschen beim Einkauf bis zu 10 Cent zu spenden und sich so a
Familien in der Coronakrise: Millionen Kinder drohen auf der Straße zu enden (FOTO) ...
Die Corona-Pandemie könnte weltweit für Millionen Kinder den Verlust ihrer Familie bedeuten. Das vermelden die SOS-Kinderdörfer weltweit. Bereits vor Beginn der Krise lebten demnach 220 Millionen Jungen und Mädchen ohne elterliche Fürsorge oder waren in Gefahr, diese zu verlieren. "Die akt




