Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Gazprom-Zulieferer
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Die Nord Stream 2 AG im schweizerischen Zug, bei der Altkanzler Gerhard Schröder als Verwaltungsratspräsident fungiert, verwies darauf, dass man nur für die Röhre in der Ostsee zuständig sei, nicht für die Anbindungspipeline.
Die Mannheimer Staatsanwaltschaft bestätigte dem stern, dass sie bis heute wegen Bestechungsverdachts gegen Verantwortliche der RMA-Firmengruppe ermittle, die als Zulieferer des Nord-Stream-Mutterkonzerns Gazprom bekannt ist. Sie hatte bereits für Nord Stream 1 Pipelinetechnik zugeliefert. Bis ins Jahr 2014 sollen Provisionszahlungen über rund acht Millionen Euro an eine Firma auf den britischen Jungferninseln geflossen sein. Ein Anwalt wies im Auftrag der Firmengruppe den Korruptionsvorwurf zurück. Man habe legale Provisionszahlungen geleistet, die aber "keinerlei Zusammenhang" mit Gazprom-Projekten wie Nord Stream hätten. Die Staatsanwaltschaft hatte diesen Verdacht noch im Oktober 2017 gegenüber dem stern ausgesprochen.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte jetzt, dass zunächst "gewisse Anhaltspunkte" dafür sprachen, "dass seitens der RMA-Gruppe strafrechtlich relevante Provisionszahlungen im Zusammenhang mit dem Nord Stream-Projekt erfolgt sein könnten". Speziell betreffend Nord Stream habe sich dieser Verdacht aber "nicht bestätigt". Es werde aber weiter ermittelt, "ob seitens der RMA-Gruppe strafrechtlich relevante Provisionszahlungen im Zusammenhang mit anderen Projekten als dem 'Nord Stream'-Projekt geleistet wurden", teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit.
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Datum: 07.10.2020 - 10:10 Uhr
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