Einseitige Exportorientierung birgt Gefahren für Wirtschaft und Arbeitnehmer

Einseitige Exportorientierung birgt Gefahren für Wirtschaft und Arbeitnehmer

ID: 185103

Einseitige Exportorientierung birgt Gefahren für Wirtschaft und Arbeitnehmer



(pressrelations) - "Der überdurchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland im Jahr 2009 ist eine Folge der politisch geförderten Exportabhängigkeit und kein Anzeichen einer gesunkenen Wettbewerbsfähigkeit", kommentiert Herbert Schui den vom Statistischen Bundesamt vermeldeten Anstieg der Arbeitskosten. Der Wirtschafts-Experte der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Im Krisenjahr 2009 ist die Auslandsnachfrage weggebrochen und die Gesamtproduktion stark gesunken. Ein massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit konnte durch Maßnahmen wie Kurzarbeit und Abbau von Überstunden abgewendet werden. Dadurch sank die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden nur halb so stark wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Im Ergebnis hat die Produktivität abgenommen und die Arbeitskosten sind um 4,1 Prozent gestiegen.

In keinem anderen Land hat das BIP so stark abgenommen wie in Deutschland, da die Binnennachfrage zu gering war, um den Rückgang der Auslandsnachfrage auszugleichen. Die Bundesregierung muss erkennen, dass die einseitige Exportorientierung die wirtschaftliche Erholung bremst. Die Wachstumsprognose für den EU-Raum, Deutschlands größten Absatzmarkt, ist mit 0,7 Prozent gering, so dass vom Export kein starker Impuls zu erwarten ist. Der Außenbeitrag müsste um 24 Milliarden Euro zunehmen, damit das BIP im Jahr 2010 durch den Außenhandel um einen Prozentpunkt wachsen kann.

Was wir brauchen ist ein staatliches Zukunftsprogramm in Höhe von 100 Milliarden Euro pro Jahr, das Geld in Klimaschutz, Infrastruktur, Verkehr, Bildung und Gesundheit leitet und einen sozialen und ökologischen Strukturwandel befördert. Außerdem ist eine weitere Stärkung der Binnennachfrage durch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns, die Anhebung des Hartz IV-Regelsatzes und die Ausweitung des öffentlichen Beschäftigungssektors notwendig."


F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin


Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
http://www.linksfraktion.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Steuerhinterziehung: Mühsame Positionssuche der Union bei strafbefreiender Selbstanzeige LINK: Koalitionsvertrag gilt auch für die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 30.03.2010 - 21:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 185103
Anzahl Zeichen: 2429

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 413 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Einseitige Exportorientierung birgt Gefahren für Wirtschaft und Arbeitnehmer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Die Linke. im Bundestag (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Demokratiefeindliche Praxis der Bundesregierung endlich vom Tisch ...
Die Bundesregierung will auf die sogenannte Extremismusklausel bei der Förderung von Anti-Rechts-Initiativen verzichten. Bisher gibt es von Familienministerin Schwesig aber nur eine "interne Dienstanweisung". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn: Von

Diese SPD für uns nicht koalitionsfähig ...
Vor dem heutigen Bundesparteitag der SPD, erklärt das LINKE-Vorstandsmitglied Dominic Heilig im Hinblick auf den innerparteilichen Proporz und Streit zwischen Ost- und Westlandesverbänden in der SPD: Solange diese Partei ihr Binnenverhältnis nicht geklärt hat, ist sie für uns nicht koaliti

EEG - Industrieprivilegien kosten reguläre Arbeitsplätze ...
"Die unberechtigten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage müssen umgehend gestrichen werden", fordert Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Er erklärt weiter: Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich Unternehmen durch die Umwandlung regulärer


Weitere Mitteilungen von Die Linke. im Bundestag


Steuerhinterziehung: Mühsame Positionssuche der Union bei strafbefreiender Selbstanzeige ...
Zur aktuellen Diskussion in der CDU/CSU ueber Paragraf 371 Abgabenordnung erklaert die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Nicolette Kressl: Die aktuell mehr als 11.000 Selbstanzeigen sind das Ergebnis des Scheiterns einer "kuehl kalkulierten" Steuerhinterziehungsstra

LINK: Koalitionsvertrag gilt auch für die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ...
Zu den Diskussionen um die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei erklärt der europapolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael LINK: Wir würden uns wünschen, dass die Kanzlerin den Koalitionsvertrag auch in der eigenen Partei durchsetzt. Wie bei einem Pawlowschen Reflex wird mit de

BERNSCHNEIDER: Freiwillig verlängerter Zivildienst nicht notwendig ...
BERLIN. Zur Diskussion um die freiwillige Verlängerung des Zivildienstes erklärt der Zivildienstexperte der FDP-Bundestagsfraktion Florian BERNSCHNEIDER: Die FDP hält an ihrer Forderung fest, den Koalitionsvertrag und die Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes zum 01.01.2011 umzusetzen. Die

Erster Parlamentarischer Geschäftsführer ...
Zur Sponsoring-Affaere von Ruettgers und dem heute vorgelegten Rechtsgutachten von Prof. Heinig, Goettingen erklaert der Erste Parlamentarische Geschaeftsfuehrer der SPD-Bundestagsfraktion Thomas Oppermann: Dummheit schuetzt vor Strafe nicht. Nach Vorlage des Rechtsgutachtens von Professor Heinig


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z