Kölnische Rundschau zur Corona-Entwicklung
ID: 1851259
Sandro Schmidt zur Entwicklung bei Corona
Die kalte Jahreszeit hat noch gar nicht und die Herbstferien haben mit ihren zahlreichen Urlaubern erst gerade begonnen. Doch die Zahl der Corona-Infizierten steigt auf Besorgnis erregende Weise, innerhalb Deutschlands vor allem in NRW. Dabei sind die hiesigen Sieben-Tage-Inzidenzien im Vergleich zur aktuellen Lage in Nachbarländern wie Frankreich, den Niederlanden, Spanien oder Polen noch auf niedrigem Niveau. Vor allem auch deswegen, weil sich die weit überwiegende Zahl der Bundesbürger diszipliniert an die von der Politik formulierten Beschränkungen hält, sich den Teilerfolg also hart erarbeitet hat. Doch auch hierzulande zeigt die Entwicklung, dass wir erneut an einem kritischen Punkt angekommen sind. Um so ärgerlicher ist es, wenn immer wieder einige wenige, häufig jüngere Leute das Infektionsgeschehen durch leichtfertiges verantwortungsloses Verhalten anheizen und damit Mitmenschen gefährden. Man kann dies auch asozial nennen. Und die Politik? Reagiert sie, wie ihr immer häufiger vorgeworfen wird, zu hektisch? Reguliert sie zu viel? Zunehmend wächst Kritik an ständig neuen Beschränkungen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet versucht nun seit gestern, übermäßiger Differenzierung entgegenzuwirken. Wie zuvor der Virologe Christian Drosten und Bayerns Regierungschef Markus Söder plädiert Laschet für mehr einheitliche Regelungen - auch bundesweit. Das trifft nicht überall auf Zustimmung. Zum Beispiel beschweren sich nun Gastronomen im Corona-Hotspot Köln heftig, nachdem gerade vor drei Tagen in der Stadt nach Überschreitung der Grenzwerte ein differenziertes Vorgehen vereinbart worden war. Zugleich gab es am Wochenende auch heftigen Ärger um das kurzfristig erlassene Beherbergungsverbot für Urlauber aus Risikogebieten in Ferienregionen, gerade weil hier eine differenzierte Regelung in den Bundesländern Verwirrung stiftet. Das richtige Maß zu finden ist ein Drahtseilakt. Einerseits wird es Menschen kaum zu vermitteln sein, warum sie sich an wie nun für das gesamte NRW erlassene schmerzhafte Einschränkungen halten sollen, nur weil andernorts die Infektionszahlen gerade hoch sind. Andererseits schaffen - wie sich beim Beherbergungsverbot zeigt - zu differenzierte Lösungen Unmut. Beides kann im Ergebnis dazu führen, dass immer mehr Bürger auch dringend notwendige Einschränkungen nicht mehr einsehen und - schlimmer noch - nicht mehr einhalten. Eine solche Entwicklung wäre allerdings verheerend. Denn für eine erfolgreiche Eindämmung des Virus sind am Ende nicht nur die richtigen politischen Vorgaben entscheidend, sondern vor allem das Verhalten jedes Einzelnen. Vernunft, Durchhaltevermögen und Verantwortungsbereitschaft, zeitweiser Verzicht auf lieb gewonnene Gewohnheiten und Freizeitbeschäftigungen: nur so ist der Geißel Corona beizukommen.
Pressekontakt:
Kölnische Rundschau
Sandro Schmidt
Telefon: 0228-6688-526
print@kr-redaktion.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/70111/4730774
OTS: Kölnische Rundschau
Original-Content von: Kölnische Rundschau, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.10.2020 - 19:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1851259
Anzahl Zeichen: 3366
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Köln
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 847 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kölnische Rundschau zur Corona-Entwicklung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
K (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Musikerin und Model Sarah Bora leidet bis heute unter den Folgen ihrer früheren Beziehung, in der sie jahrelang psychischer und körperlicher Gewalt ausgesetzt war. "Ich fühle mich in keinem Zuhause sicher", sagt sie im Podcast "Talk mit K" des "Kölner Stadt-Anzeiger&qu
Deutsch-Iraner nach Schüssen auf Essener Synagoge festgenommen - Vorwurf: Anstiftung zum Anschlag ...
Nach den Schüssen an der Alten Synagoge in Essen ist ein Mann festgenommen worden. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstag-Ausgabe) berichtet, handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen Deutsch-Iraner. Ihm wird die Anstiftung zu einem Anschlag vorgeworfen. Nach Informationen der Z
Evangelischer Präses sagt ökumenische Adventsvesper mit Woelki ab - Sorge vor "Überlagerung" durch innerkatholische Auseinandersetzungen ...
Wegen der anhaltenden Auseinandersetzungen um den Kölner Kardinal Rainer Woelki hat der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, die traditionelle ökumenische Vesper zum Advent kurzfristig abgesagt. "Der Gottesdienst am Anfang des Advents wird durch die Ereignisse im
Weitere Mitteilungen von K
Flughafenchef Lütke Daldrup: BER wird Luftfahrtregion Berlin-Brandenburg positiv verändern ...
Der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt wird am 31. Oktober offiziell eröffnet und den normalen Flugbetrieb aufnehmen. Er wird die Luftfahrtregion Berlin-Brandenburg positiv verändern. Das versicherte Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafengesellschaf
Carsten Hütter: Geräumte Liebigstraße 34 ist Mahnmal für linksextreme rot-rot-grüne Politik ...
Carsten Hütter, Bundesvorstand der Alternative für Deutschland, kommentiert die heutige Räumung des von Linksradikalen besetzten Berliner Hauses Liebigstraße 34 wie folgt: "Das Haus Liebigstraße 34 in Berlin ist seit nunmehr 30 Jahren von Linksradikalen illegal besetzt. In dreißig Jahren
nd.DieWoche: Designierte Linke-Chefin Wissler könnte für Bundestag kandidieren ...
Die Vorsitzende der Linksfraktion im Hessischen Landtag, Janine Wissler, könnte für den Bundestag kandidieren, sofern sie auf dem Linke-Parteitag Ende Oktober zur Bundesvorsitzenden der Linkspartei gewählt wird. "Das schließe ich nicht aus", sagte die 39-Jährige der in Berlin erschein
Connemann/Pols: Meilenstein der Erinnerungskultur ...
Dokumentations- und Bildungszentrum Zweiter Weltkrieg findet breite Mehrheit Zum heutigen Beschluss des Koalitionsantrags "Gedenken an die Opfer des deutschen Vernichtungskriegs stärken und bisher weniger beachtete Opfergruppen des Nationalsozialismus anerkennen" erklären die stellvertr




