NABU: Fünf Jahre Pariser Klimaabkommen - EU vermeidet Blamage / Krüger: Klimaziele der EU noch nicht auf dem richtigen Pfad
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Pünktlich zum Jahrestag des Abkommens wurde beim EU-Gipfel eine Stärkung des europäischen Klimaziels verhandelt. Das alte Ziel einer Minderung der Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 wurde auf 55 Prozent Minderung angehoben. Zuvor hatte sich das Europäische Parlament für eine Anhebung auf mindestens 60 Prozent ausgesprochen. "Dieser EU-Gipfel war die letzte Chance, die europäischen Klimadiplomaten vor einer Blamage beim Sondergipfel der Vereinten Nationen zu bewahren und ganz ohne neues Klimaziel anzureisen. Doch auch die Minderung von 55 Prozent bringt Europa nicht weit genug voran. Angemessen wäre ein Ziel von 65 Prozent Minderung - dann könnte die EU auch endlich wieder in Sachen Klimaschutz das Tempo bestimmen. Denn momentan geben hier Großbritannien, China und Japan mit ihren Ankündigungen zum Klimaschutz den Ton an", so Krüger weiter.
Der NABU sieht kritisch, dass Senken beim beschlossenen Minderungsziel von 55 Prozent der Emissionen mit einbezogen werden sollen. "Unbestritten sind natürliche Kohlenstoffsenken wie Wälder und Moore unsere wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen Klima- und Artenkrise", erläutert NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz. "Deshalb müssen wir alles daran setzen, sie zu schützen und wiederherzustellen. Die Verrechnung der Senkenleistung mit Emissionsminderungszielen schwächt aber das ohnehin wenig ambitionierte Klimaziel der EU noch weiter. Bei einem Minderungsziel von 55 Prozent müsste der Treibhausgasausstoß durch diesen Rechentrick um lediglich etwa 52 Prozent gemindert werden".
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Datum: 11.12.2020 - 11:18 Uhr
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