Das Ende des Datenschutzes in Europa-

Das Ende des Datenschutzes in Europa-

ID: 1868165

EU-Pläne zur Untergrabung der Verschlüsselung werden Realität



(PresseBox) - Ein Beitrag von Marc Schieder, CIO von DRACOON

Wie heute Vormittag bekannt wurde, haben die Innenminister der EU-Mitgliedsstaaten die heftig kritisierte Resolution mit dem Namen ?Security through encryption and security despite encryption? (?Sicherheit durch Verschlüsselung und Sicherheit trotz Verschlüsselung?) angenommen. Bereits Anfang November war bekannt geworden, dass die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten drastische Einschränken bezüglich sicherer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung innerhalb der Grenzen der europäischen Union planen. Konkret war die Rede davon, dass Technologie-Anbieter künftig einen ?Generalschlüssel? erzeugen müssen, mit dessen Hilfe Regierungsbehörden der Zugriff zu Nutzerdaten gewährt werden solle ? als Hintergrund wurde spekuliert, es ginge um die vermeintlichen Vorteile für die Terrorismusbekämpfung. Unter anderem soll auch die Strafverfolgungsbehörde Europol mehr Rechte erhalten.

Ende November ebnete der Ausschuss der ständigen Vertreter der Mitgliedsstaaten im europäischen Ministerrat schließlich den Weg für die Umsetzung dieser Forderungen. Hier war der finale Entwurf der Resolution der deutschen Ratspräsidentschaft bereits genehmigt worden. Gleichzeitig verteidigte die Bunderegierung den Entwurf aufgrund von massiver Gegenwehr, unter anderem von Datenschützern. Man führte an, dass sich elektronische Beweismittel immer schwieriger auswerten ließen, da mehr und mehr Kommunikation verschlüsselt stattfinde. Weiterhin antwortete das Bundesinnenministerium auf eine Frage im Bundestag und gab an, Behörden hätten mithilfe des Vorstoßes zwar in bestimmten Fällen Zugriff auf Online-Kommunikation ? jedoch sei dieser mit einem großen operativen Aufwand verbunden und berge technische Schwierigkeiten ? deswegen könne diese Möglichkeit in der Praxis nur sehr selten überhaupt genutzt werden.

Was die praktische Umsetzung der heute angenommenen Resolution betrifft, scheint es allerdings zurzeit mehr Fragen als Antworten zu geben. Anfang Dezember schalteten sich die Wissenschaftlichen Dienste (WD) des Bundestags in die Diskussion ein. Ihr Fazit ist, dass etwa der angedachte Einsatz von Hintertüren in gängigen Online-Messengern nicht oder kaum umsetzbar sei. Ein großer Kritikpunkt der Wissenschaftler ist, der Entwurf der EU-Regierungen gehe nicht genügend auf tatsächliche technische Implementierungen von Messenger-Diensten ein. Forscher der TU Dresden und der Ruhr-Universität Bochum befassten sich für die Wissenschaftler im Bundestag bereits mit einem ähnlichen Vorstoß der EU-Kommission, der im Sommer dieses Jahres aufkam. Hier standen technische Umsetzungsprobleme beim Thema Hintertüren im Vordergrund. Alle Ansätze der EU bauen darauf, dass Nutzer ?mitspielen? ? ein unrealistisches Szenario, wenn man von kriminellen Aktivitäten ausgeht. IT-Sicherheitsexperten hingegen kritisieren, dass es den von EU-Innenkommissarin Ylva Johansson präferierten ?Mittelweg? beim Thema Verschlüsselung so nicht gebe.



Die aktuelle Entwicklung und die heute beschlossene ?Aufweichung? starker und sicherer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist besorgniserregend und gefährdet nicht nur die Datensouveränität des einzelnen Nutzers und erleichtert Cyberkriminellen das Leben ? sie untergräbt auch die Rolle der EU als Verfechter des Datenschutzes und der Informationssicherheit. Die Verschlüsselung personenbezogener Daten wird im Artikel 32 der DSGVO explizit erwähnt und der immer häufigere Einsatz lückenloser Kryptierung innerhalb der EU, aber auch in der ganzen Welt, ist eine wichtige Errungenschaft, die keinesfalls unter dem Deckmantel vermeintlicher Straftatbekämpfung geschwächt werden darf. Wie andere IT-Experten bereits deutlich gemacht haben, geht eine Schwächung der Verschlüsselung immer auch mit einer Schwächung der IT-Sicherheit einher. Diese Tatsache gefährdet private Nutzeraten genauso wie kritische Firmeninformation. In Zeiten, in denen Cyberkriminelle ohnehin aufgrund von erhöhter Unsicherheit im Rahmen der Pandemie und der vermehrten Arbeit im Homeoffice Hochkonjunktur haben, sind hier die Folgen nicht auszudenken. Weiterhin leidet der Datenschutzstandort Europa, wenn Behörden sich Zugriff auf private Informationen verschaffen können ? zumal der Zusammenhang zwischen starker Verschlüsselung und Problemen bei der Terrorismusbekämpfung stark umstritten ist und bisher nicht wissenschaftlich bestätigt wurde.

Über den Autor Marc Schieder, CIO DRACOON GmbH

In seiner Position als Chief Information (Security) Officer verantwortet Marc Schieder den vollständigen Produktlebenszyklus, von der Innovation über die Konzeption und Entwicklung, bis hin zum Betrieb und einer langfristigen Sicherstellung der Qualität. Hierbei steht er als zentrales Organ in engem Austausch mit dem Vertrieb, der Anwendungsentwicklung, der Technik und dem Marketing und sichert so den Wettbewerbsvorsprung von DRACOON. Marc Schieder absolvierte einen dualen Studiengang in den Bereichen Informatik und Kommunikationsdesign und verfügt über mehr als 15 Jahre internationale Berufserfahrung als selbstständiger Unternehmer, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender in den Bereichen individuelle Softwareentwicklung, Software-as-a-Service, Cloud Computing und Telekommunikation.

?Your key to digital freedom?

Jedes Unternehmen steht vor der Herausforderung, Daten digital sicher zu speichern, zu verwalten und zu teilen. DRACOON aus Regensburg ist Marktführer im Bereich Enterprise File Services im deutschsprachigen Raum und hat es sich mit seiner Plattform zur Aufgabe gemacht, der Welt die Souveränität über ihre Daten zurückzugeben.

Die Plattform wurde von unabhängigen Top-Analysten wie ISG als ?Leader? bezeichnet, außerdem bescheinigen verschiedene Zertifikate, Siegel und Testate wie BSI C5, ISO27001 und IDW PS 951 DRACOON höchste Sicherheitsstandards.

Nach dem Prinzip ?Privacy by Design? verfügt DRACOON über eine integrierte clientseitige Verschlüsselung. Versendete und gespeicherte Daten sind maximal geschützt, denn der Schlüssel zur Entschlüsselung bleibt immer beim Besitzer. Nicht einmal der Admin oder DRACOON als Betreiber haben Zugriff. Das feingranulare Benutzer- und Rechtemanagement bietet individuelle Zugriffsrechte auf alle abgelegten Daten. Somit behalten autorisierte Nutzer die volle Kontrolle.

Diese Unternehmen vertrauen DRACOON:

DATEV, Rossmann, Helios Kliniken, Rödl & Partner, ElringKlinger, EbnerStolz, Volksbanken Raiffeisenbanken, Nürnberger Versicherung, Thyssen Steel, Deutsche Telekom, Hutchison, Bechtle u.v.m.

Weitere Informationen finden Sie im Netz unter: www.dracoon.com

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

?Your key to digital freedom?Jedes Unternehmen steht vor der Herausforderung, Daten digital sicher zu speichern, zu verwalten und zu teilen. DRACOON aus Regensburg ist Marktführer im Bereich Enterprise File Services im deutschsprachigen Raum und hat es sich mit seiner Plattform zur Aufgabe gemacht, der Welt die Souveränität über ihre Daten zurückzugeben.Die Plattform wurde von unabhängigen Top-Analysten wie ISG als ?Leader? bezeichnet, außerdem bescheinigen verschiedene Zertifikate, Siegel und Testate wie BSI C5, ISO27001 und IDW PS 951 DRACOON höchste Sicherheitsstandards.Nach dem Prinzip?Privacy by Design? verfügt DRACOON über eine integrierte clientseitige Verschlüsselung. Versendete und gespeicherte Daten sind maximal geschützt, denn der Schlüssel zur Entschlüsselung bleibt immer beim Besitzer. Nicht einmal der Admin oder DRACOON als Betreiber haben Zugriff. Das feingranulare Benutzer- und Rechtemanagement bietet individuelle Zugriffsrechte auf alle abgelegten Daten. Somit behalten autorisierte Nutzer die volle Kontrolle.Diese Unternehmen vertrauen DRACOON:DATEV, Rossmann, Helios Kliniken, Rödl&Partner, ElringKlinger, EbnerStolz, Volksbanken Raiffeisenbanken, Nürnberger Versicherung, Thyssen Steel, Deutsche Telekom, Hutchison, Bechtle u.v.m.Weitere Informationen finden Sie im Netz unter: www.dracoon.com



drucken  als PDF  manufactus in neuen Räumlichkeiten Wieso das Archiv für MS Dynamics 365 FO ein Gamechanger ist
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 14.12.2020 - 16:09 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1868165
Anzahl Zeichen: 6810

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Regensburg



Kategorie:

Softwareindustrie



Diese Pressemitteilung wurde bisher 591 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Das Ende des Datenschutzes in Europa-"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Dracoon GmbH (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Wie gelingt das Setup einer erfolgreichen Compliance-Strategie? ...
Durch die EU-Richtlinien NIS2 und DORA steigen die Anforderungen an IT-Sicherheit, doch sie bieten Unternehmen auch die Chance, ihre Cybersicherheit zu stärken. Mit der Einführung der NIS2-Richtlinie und dem Digital Operational Resilience Act (DORA) hat die EU neue Standards gesetzt, um die aktue

DRACOON setzt auf G DATA CyberDefense ...
Zwei deutsche Unternehmen arbeiten ab sofort zusammen: G DATA CyberDefense ist der neue Technologiepartner von DRACOON. Im Rahmen der Partnerschaft integriert das Regensburger File-Sharing-Plattform-Unternehmen G DATA Verdict-as-a-Service in DRACOON Pro und DRACOON Premium, um Unternehmen beim Date

conNect wird erster Consulting-Partner und Distributor für DRACOON for DATEV ...
  DRACOON for DATEV erleichtert Digitalisierungsprozess für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Die branchenspezifische Lösung DRACOON for DATEV für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer deckt alle individuellen Anwendungsfälle ab und ermöglicht es Kanzleien, zukunftsorientiert und DSGVO-konfo


Weitere Mitteilungen von Dracoon GmbH


manufactus in neuen Räumlichkeiten ...
Die manufactus GmbH hat neue Büroräume bezogen. Unsere neue Firmenanschrift lautet nun Wittelsbacherstraße 6a in Starnberg. Ebenso hat sich unsere Telefon- und Faxnummer geändert. Sie erreichen uns ab sofort telefonisch unter +49 (0) 8151 ? 970 41 14 und per Fax unter +49 (0) 8151 ? 95 95 362. W

Innovative Funktionen für Formenbau und Fräsdrehen ...
Die neue Version 2021.1 der CAD/CAM-Suite hyperMILL® bietet eine ganze Reihe neuer Funktionen, die vor allem im Werkzeug- und Formenbau noch hochwertigere Oberflächen erlauben. Im Fräsdrehen vereint OPEN MIND jetzt simultanes Drehen und HPC-Bearbeitung zu einer mächtigen Option. Und in hyperCAD

Collaboard Edu - Datensparsame Version für Bildungseinrichtungen ...
In diesem Jahr wurden so viele Schüler*Innen und Student*Innen online unterrichtet wie noch nie zuvor. Die Pandemie hat zu einer grossen Nachfrage nach online Unterricht und dafür geeigneten Lösungen geführt. Digitale Mittel sind unter anderem ein entscheidender Faktor, ob der Online Unterricht

Neue Lernsoftware BRAINIX an drei Schulen in Bayern erfolgreich getestet ...
Prototypen der neuen Lernsoftware BRAINIX wurden in zweiwöchigen Pilotversuchen an drei bayerischen Gymnasien in der sechsten Jahrgangsstufe in den Fächern Mathematik und Englisch getestet. Das Ergebnis der anschließenden Befragung: Die Schülerinnen und Schüler sind hochmotiviert und lernen seh


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z