Europäische Zentralbank: Greenpeace-Aktivist:innen demonstrieren mit Protestflug und Banner für Grüne Geldpolitik / Neue Studie zeigt: EZB-Regelwerk für Kreditsicherheiten begünstigt Klimasünder
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Studie offenbart Klimaschädlichkeit des EZB-Sicherheitenrahmen und zeigt drei Lösungswege
Die neue Studie "Greening the Eurosystem Collateral Framework" analysiert das Rahmenwerk zu den akzeptierten Kreditsicherheiten der Europäischen Zentralbank. Es handelt sich um eine gemeinsame Publikation von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich.
Besonders kritisch bewertet Greenpeace, dass Anleihen von klimaschädlichen Emittenten bei der Risikoeinschätzungen von niedrigeren Abschlägen profitieren, während die EZB klimafreundlichere Sektoren als riskanter eingestuft und mit höheren Abschlägen versieht. Zudem akzeptiert die EZB überproportional viele Anleihen von fossilen Energieunternehmen. Die Studie schlägt drei Wege vor, um den kohlenstoffintensiven Anteil und damit die mit der Klimakrise verbundenen Risiken des Sicherheitenrahmens zu reduzieren. Während im ersten Szenario nur die Risikoabschläge entsprechend der Klimaschädlichkeit erhöht werden, schließen die beiden schärferen Szenarien auch besonders klimaschädliche Unternehmen aus.
Die EZB-Geldpolitik gilt mit ihrer Steuerungs- und Investitionsmacht als Rahmengeber für den Euroraum. Insbesondere ihr Umgang mit Klimarisiken ist signalgebend für die europäische Finanzwelt. Obwohl EZB-Chefin Lagarde bereits im vergangenen Jahr auf den Zusammenhang von Klimarisiken und Preisstabilität aufmerksam machte, steht eine Reform der Geldpolitik immer noch aus. Die für Frühjahr 2021 angekündigte neue geldpolitische Strategie wurde verschoben. Die Ratsmitglieder widersprechen sich derweil öffentlich, was die Rolle der Notenbanken beim Klimaschutz anbelangt. "Die Klimakrise als historische Herausforderungen benennen und gleichzeitig Klimasünder zu begünstigen - das zeugt von Doppelmoral", sagt Vargas.
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Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Dr. Mauricio Vargas, Tel. +49 151-1176 5567, oder Pressesprecherin Michelle Bayona, Tel. +49 171-8780 830. Fotomaterial vom Protest erhalten Sie unter Tel. +49 171-3157 560, Videomaterial zum Download zeitnah unter https://t1p.de/qe95. Die Studie und eine deutsche Zusammenfassung sind online unter: www.greenpeace.de/collateral-framework.
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Datum: 10.03.2021 - 07:19 Uhr
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