EKD-Text fordert eine sozial-ökologische Transformation des Finanzsystems
ID: 1914319
Kammer für nachhaltige Entwicklung veröffentlicht Text mit dem Titel: "Auf dem Weg zu einem nachhaltigen und gerechten Finanzsystem"
"Ob Cum Ex oder Wirecard-Skandal - nicht nur die Finanzskandale der jüngeren Zeit zeigen, dass es Defizite bei der Verantwortung in der Finanzwirtschaft und ihrer Kontrolle durch Politik und Rechtsstaat gibt", schreibt der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, im Vorwort des heute veröffentlichten EKD-Textes mit dem Titel ".Auf dem Weg zu einem nachhaltigen und gerechten Finanzsystem". Bereits die Finanzkrise 2008 habe offenbart, wie gefährlich die Entwicklungen eines unregulierten internationalen Finanzmarktes seien und auch die zu beobachtenden wachsenden nationalen und globalen ökonomischen Ungleichheiten legten Fehlentwicklungen offen. "Die EKD tritt seit vielen Jahren für das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung ein. Die Dynamiken, Strukturen und Leitwerte im Finanzsystem sind dafür von zentraler Bedeutung", betont Bedford-Strohm.
Der Text wurde von der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung unter dem Vorsitz von Professor Uwe Schneidewind, ehemals Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, verfasst. "Die Kammer spricht sich für eine sozial-ökologische Transformation der Finanzwirtschaft aus. Der Impulstext bietet eine evangelische Orientierung für die dafür benötigten Reformschritte", erklärt Schneidewind. Der Text trete ein für eine Stärkung der Verantwortungszusammenhänge von Finanzwirtschaft und Realwirtschaft, sowie Politik und Rechtsstaat, die allesamt dem Gemeinwohl dienten und sich an der ökologischen Tragfähigkeit der Erde orientieren sollten.
"Da die Strukturen der Finanzwirtschaft häufig als undurchschaubar empfunden werden, will der EKD-Text in dieser Thematik aufklären und informieren", sagt der Kammervorsitzende. "Gleichzeitig werden die theologisch-ethischen Grundlagen des biblischen Zeugnisses sowie der reformatorischen und der ökumenischen Tradition im Hinblick auf diese Zusammenhänge reflektiert."
Der Text steht zum Download bereit unter www.ekd.de/finanzsystem.
Printexemplare können zum Preis von 4,30 Euro pro Heft über versand@ekd.de bestellt werden.
Veranstaltungshinweis:
Am 15.7.2021 findet von 14-16 Uhr eine digitale öffentliche Diskussion des Textes mit Vertreter*innen aus Politik, Finanzwirtschaft, Wissenschaft und Kirche statt.https://www.siekd.de/events/finanzsystem/
Hannover, 28. Juni 2021
Pressestelle der EKD
Annika Lukas
Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 - 2796 - 269
E-Mail: presse@ekd.de
Original-Content von: EKD - Evangelische Kirche in Deutschland, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.06.2021 - 15:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1914319
Anzahl Zeichen: 3089
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hannover
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 804 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"EKD-Text fordert eine sozial-ökologische Transformation des Finanzsystems"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
EKD - Evangelische Kirche in Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
- Bischöfin Fehrs: Pfingsten beginnt dort, wo Menschen Gemeinschaft neu wagen - In zahlreichen Gemeinden wird Pfingsten dieses Jahr als „Fest der Verständigung“ gefeiert - In Sachsen-Anhalt wird eine komplette Landeskirche an Pfingsten zum #VerständigungsOrt Hannover (21. Mai 2026). „Pfin
Dank zum Ehrentag: Jeder zweite evangelische Jugendliche engagiert sich ehrenamtlich ...
- Die EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Kirsten Fehrs und Synodenpräses Anna-Nicole Heinrich würdigen zum bundesweiten Ehrentag das Engagement von rund 1,5 Millionen Ehrenamtlichen in Kirche und Diakonie. - Besonders junge Menschen übernehmen in der evangelischen Jugendarbeit früh Verantwortung un
Im Vorfeld des Katholikentags rufen die Kirchen zu Zusammenhalt und Überwindung von Gewalt auf ...
- Erste offizielle Begegnung von Bischöfin Kirsten Fehrs und Bischof Heiner Wilmer in Würzburg - EKD und Deutsche Bischofskonferenz bekräftigen enge ökumenische Zusammenarbeit - Kirchen wollen Räume für Dialog, Verständigung und demokratischen Zusammenhalt stärken Hannover/Würzburg (13. M
Weitere Mitteilungen von EKD - Evangelische Kirche in Deutschland
Die Bluttat von Würzburg: Keiner hatte ihn auf dem Schirm / Tagesspiegel von Patrick Guyton ...
Was hat dieser 24-Jährige die ganze Zeit, immerhin sechs Jahre, in Deutschland gemacht? Gab es Sprach- und Integrationskurse, ging er in die Schule? (...) Oder blieb er mit seinem Handy in seinem Zimmer, mit zunehmenden Wahngedanken und islamistischer Indoktrination? Letzte Station Obdachlosenheim
Freiburg ...
Was hat dieser 24-Jährige die ganze Zeit, immerhin sechs Jahre, in Deutschland gemacht? Gab es Sprach- und Integrationskurse, ging er in die Schule? (...) Oder blieb er mit seinem Handy in seinem Zimmer, mit zunehmenden Wahngedanken und islamistischer Indoktrination? Letzte Station Obdachlosenheim
Mitteldeutsche Zeitung zum Thema Messerattacke in Würzburg ...
Nach Taten wie der von Würzburg drängen sich naturgemäß bohrende, heikle Fragen auf: Hätte die Tat verhindert werden können? Hätte jemand früher etwas tun müssen? Für die rechten Populisten ist der Fall klar: Ohne Geflüchtete in Deutschland keine Kriminalität durch Geflüchtete. Ihre Deu
Mitteldeutsche Zeitung zum Thema: Viele Agrarbetriebe in Sachsen-Anhalt haben die Milchviehhaltung aufgegeben ...
Immer mehr Betriebe in Sachsen-Anhalt entscheiden sich, aus diesem System auszusteigen. Doch der Markt verändert sich dadurch für die bestehenden Firmen wenig. Denn die Tiere werden in der Regel an andere Höfe verkauft. Dann wird dort die Milch produziert. Diesen freien Markt hat der Bauernverban




