KI-basiertes Warnsystem vor Starkregen und urbanen Sturzfluten / Verbundprojekt entwickelt System fÃ

KI-basiertes Warnsystem vor Starkregen und urbanen Sturzfluten / Verbundprojekt entwickelt System für die zivile Sicherheit

ID: 1922185
(ots) - Extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Sturzfluten nehmen in Folge des Klimawandels zu. Vor allem in urbanen Gebieten, Ruhrgebietsstädten wie Gelsenkirchen, kommt es schnell zur Überlastung der Kanalnetze, zu Überflutungen von Unterführungen. Damit sind Rettungswege, z. B. für die Feuerwehr, blockiert. Hinsichtlich Vorwarnzeit, geographisch genauer Verortung und zu erwartender Niederschlagsmenge sind Starkregenereignisse kaum adäquat vorherzusagen. Umso wichtiger ist eine technische und inhaltliche Weiterentwicklung der Vorhersagemodelle. Hier setzt das BMBF-Verbundforschungsprojekt "KIWaSuS" an.

KIWaSuS steht für "KI-basiertes Warnsystem vor Starkregen und urbanen Sturzfluten". Ziel des Projektes: die Vorwarnzeiten vor Sturzfluten in den Städten sind signifikant zu erhöhen, besser zu lokalisieren und gleichzeitig wichtige Informationen für das kommunale Krisenmanagement bereitzustellen. Dazu soll eine intuitive, digitale Karte erstellt werden, die in Abhängigkeit des bevorstehenden Starkregenereignisses bereits Ort und Ausmaß der resultierenden Überflutung frühzeitig und zuverlässig darstellt. Damit können Akteure vor Ort sinnvoll unterstützt werden: Einsatzpläne für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Kanalnetzbetreiber können so individuell an das Ereignis angepasst werden. Bürger können rechtzeitig gewarnt werden und eigene Schutzmaßnahmen einleiten.

Erschwerend in den Ruhrgebietsstädten kommt die Trennung ganzer Stadtteile durch Unterführungen aufgrund von zahlreichen Autobahnen und Bahntrassen hinzu. Vergangene Starkregenereignisse haben gezeigt, dass sich nicht nur Geländetiefpunkte wie Unterführungen zu Hindernissen entwickeln, sondern sich auch ganze Straßenzüge innerhalb kürzester Zeit in reißende Ströme verwandeln können. Der Bedarf für ein effizientes Echtzeitwarnsystem ist nicht auf Gelsenkirchen begrenzt, sondern deutschlandweit gegeben.

In KIWaSuS soll KI dazu eingesetzt werden, Zusammenhänge und Muster bei der Entstehung von Starkregenzellen zu erlernen. Andererseits soll KI verwendet werden, um das Verhältnis zwischen Niederschlag und dem daraus resultierenden Abfluss zu erlernen. So sollen Überlastungen des Kanalnetzes und Überschwemmungen besser zu beschreiben sein.



Voraussetzung für den effizienten Einsatz von KI ist ein intensiver Trainingsprozess, der eine große Datenbasis benötigt. Die Daten werden aus verschiedenen Quellen erhoben: Für den Niederschlag werden Messdaten durch die Kommunen und Wasserverbände bereits seit mehreren Jahrzehnten erfasst. Für den niederschlagsbedingten Abfluss hingegen liegen derzeit kaum Daten vor. Hier werden physikalisch basierte Abflussmodelle genutzt, um künstliche Trainingsdaten zu generieren. Darüber hinaus soll ein innovatives Sensorsystem zur Nachverdichtung bzw. Ergänzung der Datenbasis errichtet werden. Sämtliche Datenströme sollen in einer zentralen Datenplattform zusammengefügt und durch entsprechende Transformationsprozesse in ein ML-geeignetes Format gebracht und für die Vorhersagemodelle zur Verfügung gestellt werden.

Beteiligt an diesem Verbundprojekt sind die Unternehmen neusta sd west, Gelsenwasser AG, Abwassergesellschaft Gelsenkirchen, das Institut Wasserbau- und Wasserwirtschaft der Universität Duisburg-Essen und die Institute Bauingenieurwesen sowie Mess- und Sensortechnik der Hochschule Ruhr West. Konsortialführer ist Prof. Dr. Markus Quirmbach vom Institut Bauingenieurwesen. Anforderungen und Daten liefern die Feuerwehr Gelsenkirchen, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz und die Emschergenossenschaft. Das Projekt läuft bis März 2024. Gefördert wird es mit ca. 1,5 Mio. Euro aus der BMBF Förderrichtlinie: "Künstliche Intelligenz in der zivilen Sicherheitsforschung" im Programm "Forschung für die zivile Sicherheit 2018 bis 2023".

Pressekontakt:

Hochschule Ruhr West
Beatrice Liebeheim | Kommunikation
Telefon: 0208/ 882 54 251
Mobil: 0151/ 55 11 74 50
E-Mail: beatrice.liebeheim@hs-ruhrwest.de

Wissenschaftlicher Kontakt
Hochschule Ruhr West
Prof. Dr. Markus Quirmbach | Institut Bauingenieurwesen
Telefon: 0208/ 882 54 463
E-Mail: markus.quirmbach@hs-ruhrwest.de

Original-Content von: Hochschule Ruhr West, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Renommierte Meerestechniker aus Kanada, Norwegen und Deutschland erweitern Memorandum of Understanding Dr. Patrick Stach zum Erbrecht - Gesetzliche Besonderheiten in der Schweiz
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.08.2021 - 16:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1922185
Anzahl Zeichen: 4454

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Mülheim an der Ruhr



Kategorie:

Forschung und Entwicklung



Diese Pressemitteilung wurde bisher 451 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"KI-basiertes Warnsystem vor Starkregen und urbanen Sturzfluten / Verbundprojekt entwickelt System für die zivile Sicherheit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Hochschule Ruhr West (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Berufsbegleitend studieren: Hochschule Ruhr West startet MBA zum Sommersemester 2022 (FOTO) ...
Die Hochschule Ruhr West (HRW) startet im Sommersemester 2022 ein neues MBA-Programm. Der Verbundstudiengang "MBA Global Management / HR " fokussiert die zunehmend anspruchsvolleren Personalentwicklungsstrategien der Unternehmen. Der berufsbegleitende, weiterbildende MBA richtet sich an

Mit duktilen Gussrohren und Steinwolle zu einem besseren Stadtklima / Verbundprojekt entwickelt marktfähiges und praxisnahes Speicherkonzept ...
Hitzewellen, extrem lange Trockenzeit, Starkregen und Überschwemmungen - extreme Wetterereignisse als Folge des Klimawandels zeigen deutschlandweit die hohe Vulnerabilität (Verwundbarkeit) der Städte. Ein vom BMBF gefördertes Verbundprojekt setzt sich mit Anpassungsstrategien an den Klimawande

Induktions-Tomografie - neue Möglichkeiten für Medizin und Sicherheit / Projekt wird aus Mitteln des Programms "Fokus Forschung HAW-Kooperation" gefördert ...
Das Land NRW stärkt interdisziplinäre Forschungskooperationen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und fördert 13 Projekte im Programm "Fokus Forschung HAW-Kooperation". Eines davon ist das Projekt "INDIGO-M" der HRW Institute Naturwissenschaften und Mess- und Senso


Weitere Mitteilungen von Hochschule Ruhr West


Renommierte Meerestechniker aus Kanada, Norwegen und Deutschland erweitern Memorandum of Understanding ...
2. Digital Ocean Convention Rostock: Jetzt vier bedeutende Institutionen im MoU vereint Auf der zum 2. Mal stattfindenden Digital Ocean Convention (DOC) erweitern das kanadische Centre for Ocean Ventures & Entrepreneurship (COVE), und das Ocean Innovation Norwegian Catapult Centre das existie

Technische Universität Hamburg untersucht Perspektiven geplanter Terminalinfrastruktur für eine zukünftige Energieversorgung im norddeutschen Raum ...
- Brunsbüttel mit "guten Voraussetzungen, sich zu einem Import-Hub für eine norddeutsche Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln" - Den Norden mit THG-armen bzw. -freien importiertem Wasserstoff zu versorgen sei "grundsätzlich technisch umsetzbar" - "Multifunktionalität&qu

Robotik erleben: Neues Schulungszentrum in Tirol ...
Innsbruck / München, 25. August 2021 - Praxisnahe Robotik-Schulungen für Österreich: Seit Mai 2021 ist das Innsbrucker Zentrum für Produktion, Robotik & Automatisierung ein autorisiertes Trainingszentrum von Universal Robots (UR). Das Zentrum ist eine gemeinsame Initiative der Unternehmerisc

Karliczek: Deutschland und Namibia schließen Wasserstoff-Partnerschaft (FOTO) ...
Bundesforschungsministerin Karliczek und der Generaldirektor der namibischen Planungskommission Kandjoze unterzeichnen Absichtserklärung zum Aufbau einer deutsch-namibischen Wasserstoffpartnerschaft Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und der Generaldirektor der namibischen Planungskommissi


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z