Politologin Römmele: Das Triell war kein Gamechanger
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Berlin. Aus Sicht der Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele, Professorin an der Hertie School of Governance in Berlin, konnte die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bei zweiten Triell besonders gut Themen setzen. Römmele sagte der "Heilbronner Stimme": "Es war gestern ein Duell zwischen Laschet und Scholz, die sich gegenseitig angegriffen haben. Frau Baerbock war hier außen vor, was es ihr erlaubte, ihre Themen freier zu äußern und zu platzieren. Ihr Hinweis auf die noch laufende Uhr von Herrn Scholz zeigte Fairness und war sympathisch."
Römmele bewertete das Triell insgesamt mit: "Es war sicherlich kein Gamechanger!"
Die Politologin sagte zum Auftritt der drei Kandidaten: "Laschet war weniger fahrig als das letzte Mal, er wirkte insgesamt souveräner als beim ersten Triell. Es kann gut sein, dass ihm der CSU-Parteitag ein wenig mehr Sicherheit gegeben hat. Trotzdem wirkte Scholz auf mich souveräner, er wirkte sicherer, staatsmännischer, hatte seine Fakten parat - wie man es von Scholz kennt war er wieder sehr zahlenverliebt. Laschet war der Angreifer, der Herausforderer, Scholz wirkte wie der Amtsinhaber. Baerbock war - wie auch das letzte Mal - frische Opposition, sehr faktenorientiert, sehr zukunftsgewandt und auch hier und da persönlich mit dem Hinweis auf Familie und Kinder."
Kritik äußerte Römmele an der Moderation: "Schlecht waren für mich die Moderatoren - nicht abgestimmt aufeinander, fielen sich auch ins Wort. Auch der Anfang des Triells war missglückt: mit Koalitionen anfangen macht doch für den Wähler keinen Sinn. Die Wählerinnen und Wähler wählen eine Partei und nicht eine Koalition."
Der komplette Text: https://www.stimme.de/bundestagswahl2021/uebersicht/politologin-scholz-souveraener-als-laschet-baerbock-zukunftsgewandt;art143937,4531130
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Datum: 13.09.2021 - 09:32 Uhr
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