Prävention ist nicht zum Nulltarif zu haben
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Prävention ist nicht zum Nulltarif zu haben
"Von der Arbeit des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch erhoffen wir uns schnelles und konsequentes Handeln im Sinne eines umfassenden Kinderschutzes", so die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze. "Feuerwehreinsätze, wie man sie aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kennt, helfen weder den Opfern von gestern noch schützen sie die Kinder von heute und morgen." Golze weiter:
"Allen Beteiligten muss klar sein, dass Prävention nicht zum Nulltarif zu haben ist. Unser Ziel muss die Sicherstellung eines flächendeckenden, niedrigschwelligen Beratungsnetzwerks sein. Alle Versprechen und Verpflichtungen sind ohne eine dauerhafte finanzielle Unterfütterung nicht das Papier wert, auf dem sie stehen - das hat die Vergangenheit gezeigt.
Bereits unter der rot-grünen Bundesregierung entstand der 'Aktionsplan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung'. Schon 2003 verpflichtete sich die damalige Bundesregierung zu Maßnahmen in den Bereichen Intervention, Prävention und Gesetzgebung. Doch die Arbeit an diesem Aktionsplan geriet unter Schwarz-Rot ins Stocken. Etliche der darin festgehaltenen Verpflichtungen wurden bis heute nicht umgesetzt.
Vorbeugende Maßnahmen gegen (sexuelle) Gewalt dürfen nicht nur geplant, sie müssen auch umgesetzt werden. Und das Thema muss enttabuisiert werden, damit Schuld und Scham künftig nicht mehr bei den Opfern sondern bei den Tätern liegen. Dabei helfen kein Klein-Klein und kein Abschieben von Verantwortlichkeiten auf andere Ebenen. Die Interessen von Kindern müssen in der Gesellschaft mehr Gewicht bekommen. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 23.04.2010 - 19:47 Uhr
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