CDU-Politiker: Laschet sollte politische Verantwortung für Absturz der Union übernehmen

CDU-Politiker: Laschet sollte politische Verantwortung für Absturz der Union übernehmen

ID: 1929521
(ots) -

Der CDU-Politiker Christean Wagner fordert Konsequenzen nach den schweren Verlusten bei der Bundestagswahl. Der Mitgründer des konservativen Berliner Kreises in der Union sagte der "Heilbronner Stimme": "Nach den schweren Verlusten der Union 2017 und dem aktuellen Debakel ist klar: Wir brauchen einen Neustart, personell wie inhaltlich." Eine besondere Verantwortung sieht Wagner beim CDU-Chef, Kanzlerkandidat Armin Laschet. Wagner: "Laschet sollte die politische Verantwortung für diesen Absturz und diese Katastrophe übernehmen."

Wagner, früher Kultus- und Justizminister in Hessen und im dortigen Landtag auch CDU-Fraktionschef, sagte weiter: "Der historische Absturz ist selbst verschuldet. Mir fehlten eine klare Strategie, klare inhaltliche Orientierung und ein klares Personalkonzept. Und wir hatten nicht den richtigen Kandidaten an die Spitze gestellt. Nach einem solchem historischen Debakel wäre eine Erneuerung auch im Präsidium angebracht, in dem man zum Teil massiv gegen den Willen der Basis versucht hat, Armin Laschet als Kandidaten durchzusetzen, um Markus Söder und Friedrich Merz zu verhindern." Für Wagner ist auch klar: "Mit Söder und Merz hätten wir ein erheblich besseres Ergebnis erzielt:"

Dass die Union Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition führen möchte, hält er für richtig: "Schon in der Vergangenheit führte die zweitstärkste Kraft im Bundestag, in diesem Fall die SPD, die Regierung an. Der Abstand zwischen SPD und Union ist nun so gering, dass die CDU durchaus den Anspruch geltend machen kann, den Kanzler zu stellen." Wagner betonte: "Ich sehe durchaus die Chance für Jamaika. Auch muss ein schlechter Wahlkämpfer kein schlechter Regierungschef sein." Der CDU-Politiker betont aber auch: "Ich bin der Überzeugung, dass sowohl Söder als auch Merz als Kanzler eine Alternative wären."

Zu den Fehlern im Wahlkampf rechnet Wagner auch den Umgang mit Führungspersönlichkeiten. Er sagt: "Laschet hätte schon Anfang des Jahres Merz und Norbert Röttgen zu Mitstreitern im Wahlkampf machen müssen. Das hätte ein echter Teamplayer gemacht. Dann kommt er kurz vor Schluss mit dem Team, bei dem man kaum jemand kannte. Es wurden einfach sehr viele handwerkliche Fehler gemacht."



Von einer neuen Großen Koalition hält er nichts. Wagner: "Ich rate ab von einer Juniorpartnerschaft in einer SPD-geführten GroKo. Dann sollten wir uns lieber in der Opposition erneuern, um zu alter Kraft zurückzukehren."

Pressekontakt:

Heilbronner Stimme
Hans-Jürgen Deglow
Chefkorrespondent / Berlin
hans-juergen.deglow@stimme.de

Original-Content von: Heilbronner Stimme, übermittelt durch news aktuell
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Politologe Niedermayer: Scholz hat als Wahlgewinner größere Legitimation zur Regierungsbildung CDU-Politiker Wolfgang Bosbach kritisiert eigene Partei:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.09.2021 - 16:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1929521
Anzahl Zeichen: 2802

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 321 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"CDU-Politiker: Laschet sollte politische Verantwortung für Absturz der Union übernehmen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Heilbronner Stimme (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Handelsverband HDE: Corona-Lockdowns müssen für immer der Vergangenheit angehören / Stephan Tromp mahnt mit Blick auf den Herbst: Die Politik muss einen gut erklärten Plan liefern ...
In der Debatte über neue Corona-Maßnahmen im kommenden Herbst warnt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stephan Tromp, vor scharfen Restriktionen. Tromp sagte der "Heilbronner Stimme": "Die Zeit für radikale Maßnahmen, deren Nutzen

Kritik an Rheinmetalls "Panther" / Sevim Dagdelen: Panzer mit Wehrmachtsnamen zeugt von Geschichtsvergessenheit / Historiker Wolffsohn: Namenswahl unpassend ...
Die Namensgebung für den neuen Rheinmetall-Kampfpanzer "KF51 Panther" stößt auf Kritik. Einen Panzer namens Panther gab es auch schon in der Wehrmacht - massenhaft eingesetzt im Zweiten Weltkrieg. Sevim Dagdelen, Obfrau der Linkspartei-Fraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestage

Grünen-Mitbegründer Ströbele mahnt: Kein Automatismus bei Lieferung schwerer Waffen ...
Grünen-Mitgründer Hans-Christian Ströbele mahnt zu mehr Augenmaß in der Debatte über die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Ströbele sagte der "Heilbronner Stimme": "Es darf keinen Automatismus bei der Lieferung schwerer Waffen geben." Der langjährige Bundestagsab


Weitere Mitteilungen von Heilbronner Stimme


Politologe Niedermayer: Scholz hat als Wahlgewinner größere Legitimation zur Regierungsbildung ...
Der Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer sieht in der Entscheidung der Union für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten den Hauptgrund für den Verlust vieler Wählerstimmen. Scholz habe als Wahlgewinner die größere Legitimation zur Regierungsbildung und habe die richtigen Themen gesetzt. &quo

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum XL-Bundestag ...
Schon wieder größer. Und das nicht zu knapp. Statt 709 wird der neue Bundestag 735 Abgeordnete haben. Das liegt am Wahlrecht. Zwar gab es im vergangenen Jahr nach zähem Ringen mit den Stimmen von Union und SPD eine Reform. Die aber verdient ihren Namen nicht mal im Ansatz und ist mehr ein Refor

WAZ: NRW-SPD-Chef Kutschaty wirbt für "Ampel"-Bündnis in NRW ...
NRW-SPD-Chef Thomas Kutschaty sendet nach der Bundestagswahl deutliche Signale für eine künftige Zusammenarbeit zwischen SPD, Grünen und Liberalen. "Die Frage nach möglichen Dreierbündnissen in NRW ist nach dieser Bundestagswahl aktueller denn je", sagte er der Westdeutschen Allgeme

Björn Engholm: Union muss einer neuen Reformregierung Platz machen ...
Der frühere SPD-Parteivorsitzende Björn Engholm sieht die Union auf dem Weg in die Opposition. Sie müsse einer Reformregierung Platz machen. Engholm sagt der "Heilbronner Stimme": "Das Wahlergebnis ist ein Desaster für die Union und ein beispielloses Votum gegen ihren Kandidaten


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z