DIY-Magazin Make zeigt Ikea-Hacking
Luftfilter und Feinstaubsensor aufbohren und intelligenter machen
Statt einen Luftfilter komplett selbst zu konstruieren kann man auch den Filter Förnuftig vom schwedischen Möbelhaus Ikea als Grundlage nehmen. Dieser ist mit einem Preis von 49,99 Euro günstig und es gibt ihn in zwei Ausbaustufen: mit dem Partikelfilter HEPA oder zusätzlich mit einem Aktivkohlefilter. Außerdem lässt er sich einfach öffnen und ist somit schnell gehackt. Die automatische Steuerung übernimmt ein ESP-basierter Mikrocontroller, etwa ein IoT Octopus, mit Umweltsensoren und einem Spannungswandler. Mehr Hardware ist nicht nötig.
„Das Projekt unseres Autors Guido Burger bietet sich auch zum Nachbau im Rahmen des MINT-Unterrichts an Schulen an“, erklärt Peter König, stellvertretender Chefredakteur vom Make-Magazin. Hier können von Grundlagen zum Internet der Dinge über die Regelungstechnik bis zur Datenauswertung zahlreiche Aspekte anschaulich vermittelt werden.
Feinstaubsensor mit ESP8266 steuern Bild: Maker Media
„Auch der günstige Feinstaubsensor Vindriktning von Ikea lädt zum Hacken ein“, sagt König. Mit einem ESP 8266-Board und ein paar Lötverbindungen wird er zum echten IoT-Sensor, mit dem sich Staubbelastungen aufzeichnen und überwachen lassen. Die Lötarbeiten sind einfach und auch für Einsteiger durchführbar. Die Software ist für den Arduino IDE geschrieben, die sich für den Einstieg millionenfach bewährt hat. „Heraus kommt ein Gerät, das in jedem Wohnzimmer eine gute Figur macht, unter der Haube aber viel mehr macht, als es Ikea ursprünglich vorgesehen hat“, fasst König zusammen. Der Sensor erkennt, wann gekocht und gebraten oder wenn im Arbeitszimmer gelötet wird. Er verdeutlicht, dass hektisches Herumgerenne Staub aufwirbelt, und auch morgendliches Lüften erhöht die Werte.
Während für das Projekt Staubsensor lediglich eine Stunde und Materialkosten von 15 Euro zu veranschlagen sind, braucht es für den Luftfilter ein wenig mehr Zeit. Die Make-Redaktion gibt den Aufwand mit einem Nachmittag und Materialkosten von 75 Euro an.
Für die Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen die Artikel kostenlos zur Rezension zur Verfügung.
Basteln, Bauen, Begeistern:
Für die weltweite Maker-Bewegung ist der Umgang mit Lötkolben, Säge und Akkuschrauber so selbstverständlich wie mit 3D-Drucker- und Scanner, Lasercutter und das Programmieren von Einplatinencomputern wie Raspberry Pi und Arduino.
Die Zeitschrift Make: baut mit, baut nach und veröffentlicht Projektanleitungen, die sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene nachvollziehen können. Ziel der Make: ist es, dem Leser nicht nur Anleitungen zu bieten, sondern mit zusätzlichen Informationen die Technik und Funktion der Projekte zu erklären, ihn in die Lage zu versetzen, selbst tätig zu werden, Bestehendes zweck- zuentfremden und eigenen Technik-Ideen freien Lauf zu lassen.
Dabei dreht es sich in den Artikeln aber nicht nur um Elektronik und Computer, auch Projekte mit 3D-Druckern, Lasercutter und Fräsen werden regelmäßig gezeigt. Daneben gibt es Porträts über Bastlerkoryphäen und andere interessante Persönlichkeiten sowie FabLabs. Tests liefern Informationen, welches neue Zubehör für Maker gut geeignet ist und Übersichten zu Produktgruppen wie Mikrocontroller und Zubehör beraten bei der Auswahl.
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Datum: 30.09.2021 - 16:04 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Elektro- und Elektronik
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