Scholz-Wahlversprechen als Risiko / Raimund Neuß zur Zukunft der Rente
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Von der Rentenversicherung kommen gute Nachrichten: kräftige Erhöhungen bei auf kurze Sicht noch stabilen Beiträgen. Dank eines robusten Arbeitsmarkts sind die Rentenfinanzen in Ordnung - trotz aller ausgabensteigernden Eingriffe der letzten Jahre. Wo ist also das Problem?
Derzeit, 2021, beschränkt sich das Problem auf rückläufige Reserven. Das erzwingdt höhere Beiträge. Ein viel größeres Problem dürfte die Rentenkasse bekommen, wenn eine künftige Ampelkoalition beginnt, die Wahlversprechen von Olaf Scholz umzusetzen: Obwohl immer weniger Arbeitnehmer auf einen Rentner kommen, soll das Rentenalter nicht über 67 hinaus steigen, das Rentenniveau aber auch nicht unter 48 Prozent sinken. Dabei ist dieses Niveau ja nur eine Rechengröße bezogen auf einen fiktiven Standardrentner. Auch wenn es nach geltendem Recht bis 2035 auf 45,7 Prozent zurückginge, ergäben sich noch jährliche Rentensteigerungen von im Durchschnitt 2,3 Prozent.
Natürlich kann man sich mehr wünschen, aber Scholz verrät nicht, wie er das bezahlen will - zumal die Steuern nicht steigen sollen. Das geht allenfalls bis zum Ende der Legislaturperiode 2025 gut. So zu planen wäre ein Bärendienst an Beitragszahlern und Rentnern.
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Datum: 03.11.2021 - 18:58 Uhr
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