Kölnische Rundschau Kommentar zur Corona-Schutzverordnung NRW
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Der richtige Weg
Sandro Schmidt
zur neuen Corona-Schutzverordnung in NRW
In NRW wird es jetzt ungemütlich für freiwillig Ungeimpfte. Und das ist gut so.
Die Erfahrungen aus anderen Ländern wie Italien oder Österreich zeigen, dass der Ausschluss von Impfverweigerern aus weiten Teilen des öffentlichen Lebens und Restriktionen am Arbeitsplatz dazu führen, dass sich viele der Hartleibigen dann doch noch zum dringend notwendigen Schutz für sich und vor allem andere entscheiden. Denn angesichts der explodierenden Zahlen in der vierten Corona-Welle ist es nicht mehr hinnehmbar, dass Krankenhäuser und Intensivstationen vor allem deswegen gefährlich volllaufen, weil immer noch viel zu viele impffähige Menschen das Vakzin ablehnen. Eine solche Haltung ist weder gegenüber den überlasteten Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern zu rechtfertigen, noch gegenüber der großen Mehrheit der Geimpften, die weiter wegen einer Minderheit von Uneinsichtigen ihr Leben und ihre Freiheit über die Maßen einschränken müssen.
Dabei sind diese gezielten Maßnahmen dem Instrument einer derzeit breit diskutierten Impfpflicht vorzuziehen. Zwar gibt es auch dafür gute Argumente, doch hilft ideologischer Streit über das Thema, das am Ende wohl noch vom Bundesverfassungsgericht geprüft werden müsste, in der akuten Krisenlage nicht weiter. Ein nachhaltiger Effekt wäre frühestens im Frühjahr zu spüren, die Politik, die Gegenteiliges versprach, verlöre an Glaubwürdigkeit, viele Uneinsichtige bekämen ein Symbolthema für ihren Widerstand, die Durchsetzbarkeit bliebe fraglich. Eine breit angelegte, streng geprüfte 2G-Regelung ist eleganter, kurzfristig wirksamer, besser durchsetzbar und politisch vermittelbarer. Kurz: der richtige Weg.
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Datum: 23.11.2021 - 17:38 Uhr
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