Windräder? - nicht bei mir - Zum schwierigen Ausbau der Windenergie
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Windkraft ist eine tolle Sache, aber leider nicht ohne Windräder zu haben. Wo die gebaut werden sollen, gibt es verlässlich Ärger. Der verebbt zwar meist dann, wenn sie erstmal stehen. Trotzdem ist das Windrad eine dieser Zumutungen der Moderne geworden, die sich der ländliche Raum gern vom Leib hält. In der Praxis heißt das: Jede Region zeigt erstmal auf andere Regionen, wo die Windmühlen besser aufgehoben seien. Und so wird ausgerechnet so etwas Langweiliges wie eine Bauordnung zur Zerreißprobe für Sachsens Regierung. Auf der einen Seite stehen Grüne und SPD, die demnächst im Bund regieren und sich dort auf eine straffe Klimaschutz-Agenda geeinigt haben. Auf der anderen Seite steht die CDU, die in ihren einst starken ländlichen Erbhöfen schwächelt. Zumal die AfD eben dort gegen Windräder Stimmung macht. Das bei Windkraft so verbreitete Nicht-vor-meiner-Haustür-Problem bedeutet in der sächsischen Politik: Nicht in meinem Landkreis!
Für jede politische Kraft, die sich gern als Retterin der Heimat aufspielt, ist das Windrad ein vortreffliches Hassobjekt. Daran haben bis jetzt alle Versuche, Kommunen am Ertrag zu beteiligen, nichts ändern können. In der Lausitz stehen zurzeit mehrere Windkraft-Vorhaben auf der Kippe, weil sich lokaler Widerstand formiert hat. Zudem stehen die Mühlen symbolisch für eine Energiewende, an die viele in der Lausitz noch nicht recht glauben können. Trotzdem sind Windräder nichts, wovor man Menschen schützen muss. Wer so redet, braucht nicht auf Akzeptanz hoffen.
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Datum: 29.11.2021 - 20:27 Uhr
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