Elektroautos sind kein Königsweg
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Elektroautos sind kein Königsweg
"Die Bundesregierung will Milliarden öffentlicher Gelder in die Förderung von Elektroautos pumpen, obwohl deren Klimabilanz zweifelhaft und ihr Beitrag zur Lösung von Verkehrsproblemen gleich Null ist", erklärt Sabine Leidig anlässlich einer Pressekonferenz der Umweltverbände. Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:
"Elektroautos sind derzeit nicht klimafreundlicher als moderne Kleinwagen. Anstatt zu Lasten des Steuerzahlers die milliardenschwere Subventionierung dieser Technologie zu fordern, sollte die Industrie ihre Hausaufgaben in Sachen Klimaschutz machen. Im internationalen Vergleich zählen die deutschen Automobilhersteller zu den Produzenten besonders klimaschädlicher Fahrzeuge, wobei die Bundesregierung die Industrie sogar noch unterstützt und ein Aufweichen der CO2-Obergrenzen für Neuwagen auf europäischer Ebene erreicht hat.
Nach Brennstoffzellen und Biokraftstoffen sollen nun Elektroautos das grüne Feigenblatt der deutschen Premiumhersteller werden. Diese Fahrzeuge helfen zwar, Lärm und lokale Emissionen zu vermeiden, sind aber wegen ihrer geringen Reichweite und der hohen Preise eher als Zweit- und Stadtfahrzeug für Besserverdienende geeignet. Mehr Stadtfahrzeuge verschärfen urbane Verkehrsprobleme jedoch statt sie zu lösen. Viele Fragen, etwa bezüglich der Ladeinfrastruktur, sind nicht geklärt. Die Bundesregierung sollte nicht vorschnell Subventionsforderungen der Fahrzeug- und Energieproduzenten folgen.
Klimafreundliche und effiziente Elektromobilität gibt es bereits - auf der Schiene. Öffentliche Gelder sind besser im öffentlichen Verkehr angelegt, der seit Jahrzehnten einen Investitionsstau beklagt. DIE LINKE fordert ein Gesamtkonzept für effizienten Klimaschutz im Verkehr, so wie es vom Umweltbundesamt vorgeschlagen wurde."
F.d.R. Susanne Müller
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 29.04.2010 - 15:47 Uhr
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